Wenn nicht noch ein Wunder geschieht und FCK-Trainer Marco Kurz Shechter trotz Fitnessdefizit für das richtungsweisende Spiel beruft, bleibt für den Israeli mal wieder nur die Statistenrolle.
Dabei geht es für den seit zwölf Spielen sieglosen Tabellensechzehnten in Mainz um drei ganz wichtige Punkte, um Selbstvertrauen für den Rest der Saison und darum, das kritische Publikum mit einem Derbysieg im Abstiegskampf hinter sich zu bringen.
Shechter muss kämpfen
Auf Itay Shechter ruhen die Hoffnungen im Saisonendspurt dabei weniger. Der Israeli ist zwar noch nicht abgeschrieben in der Pfalz, aber die Zweifel, ob sich der in seiner Heimat als Star verehrte Fußballer auch gegen Widerstände in der Bundesliga durchzusetzten vermag, sind da.
Geholt hat FCK-Boss Stefan Kuntz Shechter vor dieser Saison für 2,5 Millionen Euro Ablösesumme von Hapoel Tel Aviv. Zähe Verhandlungen mit mehreren Beratern, dem Verein und dem israelischen Verband gingen voraus. Vom stressigsten Transfer, den er je gemacht habe, sprach Kuntz.
Umbruch in Kaiserslautern
Der Nationalspieler mit Champions-League-Erfahrung sollte schließlich Torjäger Srdjan Lakic (nach Wolfsburg) ersetzen. Das ist Shechter bislang weder als Torschütze (drei Treffer) noch als Leader in der Kabine gelungen. Shechter benötigt das Gefühl, gebraucht zu werden, um Höchstform abzurufen.
Doch zum ersten Mal in seiner Laufbahn muss er um Anerkennung kämpfen. Und jetzt, wo es um alles geht für den FCK, muss Shechter einen Trainingsrückstand aufholen.
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Der erhoffte Befreiungsschlag verschiebt sich für ihn also mal wieder, über Andeutungen seiner Klasse kam der schnelle Mann beim Fritz-Walter-Klub noch nicht hinaus.
FCK ist harmlosestes Team der Liga
Acht Profis haben den Kader des FCK in der Winterpause verlassen, fünf Neue sind dazugekommen. Trainer Marco Kurz muss also nicht nur dem Abstiegskampf mit all seinen negativen Begleiterscheinungen trotzen, sondern auch einen Umbruch im Team moderieren. Zeit hat er dafür kaum, noch zwölf Spieltage, dann ist die Saison vorbei.
Der Umbruch im Winter war nötig, fehlende Klasse im Kader auch für Laien erkennbar. Es gingen Spieler, in die Kuntz und Kurz einst ähnlich große Hoffnungen steckten wie in Shechter: Vermouth, Micanski, Amri, Rivic. Und in Martin Amedick verließ eine Integrationsfigur der Fans den Klub zu Eintracht Frankfurt, weil ihm der Trainer keine Einsatzzeiten mehr garantieren konnte.
Im Angriff sollen nun Sandro Wagner und der junge Pole Jakub Swierczok für Tore sorgen, der FCK ist mit nur 16 Treffern die harmloseste Mannschaft der Liga - die drei Tore in der Rückrunde erzielten Verteidiger.
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