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MZ 05
Spielberichte, Interviews, News und Hintergründe zu Mainz 05

26. September 2012

Schalke besiegt Mainz: Uninspirierte Darbietung

 Von Daniel Theweleit
Verrenkungen: Adam Szalai (Mainz, links) und Benedikt Höwedes. Foto: AFP

Mainz verliert bei Schalke übertrieben hoch mit 0:3. Spielerische Akzente sind Mangelware. Die größte Unterhaltung bei einem tristen Spiel lieferten die Anzeigen auf dem Videowürfel.

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Mainz verliert bei Schalke übertrieben hoch mit 0:3. Spielerische Akzente sind Mangelware. Die größte Unterhaltung bei einem tristen Spiel lieferten die Anzeigen auf dem Videowürfel.

Ziemlich genau elf Jahre ist die Fußballarena von Gelsenkirchen mittlerweile in Betrieb, aber die Schalker schaffen es immer noch, Premieren in ihrem Stadion zu feiern. Beim 3:0 (0:0)-Sieg von Schalke gegen Mainz war zum ersten Mal seit der Eröffnung auch der Gästeblock mit Anhängern des Gastgebers gefüllt. Das Interesse der Gästefans an den Tickets für dieses Dienstagabendspiel ist ziemlich mager gewesen, also wurden die Mainzer kurzerhand auf Sitzplätze umgesiedelt.

„Ein Nachteil für uns“, hatte Trainer Thomas Tuchel vor der Partie gesagt, und tatsächlich hatten die 1800 05er auf den Rängen keinen großen Einfluss auf die Atmosphäre bei diesem recht tristen Fußballspiel.

Mainz fehlt die Präzision

Es war biederer Bundesligaalltag, den die Zuschauer geboten bekamen, und vielleicht war der unspektakuläre Verlauf des Abends schon in den Aufstellungen angelegt. Vor allem Tuchel wollte die Defensive stabilisieren, indem er Nicolai Müller und Eric Maxim Choupo-Moting auf die Bank gesetzt hatte, Nikita Rukavytsya und Julian Baumgartlinger wurden in die Startelf befördert.

Doch der Offensive taten diese Umstellungen nur in den ersten Minuten gut, als die Mainzer mehrfach vielversprechend am Schalker Strafraum auftauchten. Den finalen Aktionen mangelte es jedoch an Präzision. Je länger die erste Hälfte andauerte, desto größere Probleme hatten Gäste dann mit ihrem Spielaufbau.

Schwungvoller Anfang

Gute Angriffe ergaben sich allenfalls, wenn es Tuchels Mannschaft mal gelang, den Ball rund um die Mittelinie zu erobern. Sobald Schalke sortiert stand, wirkten die 05er unruhig, mitunter sogar hektisch. Immerhin war die Defensive zumindest so lange recht stabil, bis Tuchel aufgrund des Rückstandes mehr riskieren musste. Dennoch war diese Anfangsphase der schwungvollste Teil des Spiels. Elkin Soto hatte eine ganz gute Schusschance (8.), und nach elf Minuten lenkte Christian Wetklo einen Schuss von Marco Höger aus 16 Metern über die Latte.

Dieses erste Kapitel des Spiels wurde gekrönt von zwei besonders aufregenden Minuten. Zunächst hatten die Mainzer eine tolle Chance, als Andreas Ivanschitz einen Zweikampf an der Außenlinie gegen Lewis Holtby gewann und einen Querpass spielte, den Atsuto Uchida gerade noch vor Adam Szalai klären konnte. Praktisch im Gegenzug foulte Junior Diaz Benedikt Höwedes im Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Jefferson Farfan souverän zum 1:0 (21.).

Es war ein Treffer, der dem Spiel zunächst nicht besonders gut tat. Denn die Mainzer waren jetzt aufgefordert, mehr für die Offensive zu tun, was ihnen sehr schwer fiel. Sie hatten zwar nun mehr Ballbesitz, ohne aber effizient in den Strafraum zu spielen.

Unterhaltung vom Videowürfel

Die neu formierten Schalker hatte große Schwierigkeiten, spielerische Akzente zu setzen. Vielleicht hatte Trainer Huub Stevens sich ja von den Bayern inspirieren lassen, die Münchner hatten nach ihrem Sieg in Gelsenkirchen am vorigen Samstag ja ausgiebig über die hohe Kunst der Rotation debattiert. Nun hatte auch Stevens kräftig umgestellt, Ibrahim Afellay spielte für Julian Draxler, Uchida ersetzte Joel Matip und Höger war für Jermaine Jones ins Team gekommen.

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Das Publikum konnte diese Formation erst ganz am Ende begeistern, zunächst wurde die zweite Hälfte immer zerfahrener, den größten Unterhaltungswert hatten die auf dem Videowürfel eingeblendeten Zwischenstände aus anderen Stadien. Dann feierte immerhin Ivan Klasnic sein Comeback: Vier Jahre nach seinem Abschied aus Bremen sollte er dem uninspirierten Mainzer Offensivspiel auf die Sprünge helfen. Tore erzielte aber nur Schalke: Zunächst traf Lewis Holtby, der in der 81. Minute eine Flanke von Christian Fuchs ins Tor köpfte. In der 90. Minute schob Teemu Pukki einen Pass von Julian Draxler zum viel zu hohen 3:0 ins Tor.

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