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Mainz
Spielberichte, Interviews, News und Hintergründe zu Mainz 05

12. Februar 2016

Spiel gegen Schalke : Mainz ringt Schalke nieder

 Von 
Julian Baumgartlinger ist der Held des Abends.  Foto: AFP

Was für ein Kampf: Dank einem Kopfballtor von Julian Baumgartlinger gewinnt Mainz mit 2:1 gegen Schalke. Beide Mannschaften sind damit nach Punkten in der Tabelle gleichauf.

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Mainz 05 hat es geschafft, in der Fußball-Bundesliga nach Punkten mit Schalke 04 gleichzuziehen. Ein Kopfballtor von Julian Baumgartlinger in der 79. Minute nach feiner Vorarbeit von Yunus Malli sorgte für einen verdienten 2:1 (1:0)-Sieg über die Gelsenkirchener, die sich am Ende der Kampfkraft und Willensstärke der Gastgeber beugen mussten. Es war das erste Bundesligator des bärenstarken Österreichers Baumgartlinger in seinem 112. Bundesligaspiel.

Sogar DFB-Sportdirektor Hansi Flick, U-21-Nationaltrainer Horst Hrubesch und der Assistent von Joachim Löw, Thomas Schneider, waren an diesem kalten Abend in Mainz unter den 32 000 Zuschauern, wobei das Augenmerk der DFB-Crew eher einigen Starspielern des FC Schalke 04, allen voran Leroy Sané, denn den wieder einmal hingebungsvoll arbeitenden Mainzern Teamarbeitern gegolten haben dürfte.

Um Sané, der sein Können wiederholt nicht nur in Ansätzen zeigte, kümmerten sich in der Regel zwei bis drei Mainzer Spieler gleichzeitig, was dem Aufsteiger der Saison sichtlich wenig behagte. Meist aber bekam es der Nationalspieler mit dem Mainzer Rechtsverteidiger, Gaetan Bussmann, zu tun. Bussmann, ein Franzose, den die Mainzer im Sommer für eine Million Euro vom FC Metz verpflichtet haben, gilt nicht unbedingt als großartiger Techniker, aber der 25-Jährige arbeitet sehr hart und ist damit idealtypisch für diese Mainzer Mannschaft.


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Baumgartlinger trifft

Dass er auch ganz gut Tore schießen kann, wusste man in Mainz bislang nicht. Umso sehenswerter war sein Treffer zum 1:0 nach 33 Minuten, als er eine zu kurz geratene Kopfballabwehr von Roman Neustädter mit einem astreinen Dropkick aus 18 Metern, noch dazu mit seinem schwächeren rechten Fuß, unhaltbar für den Schalker Torwart Ralf Fährmann zum 1:0 ins Netz beförderte. Das hätte man dem erst kürzlich für den Schweden Pierre Bengtsson in die Stammelf gerutschten Bussmann so gar nicht zugetraut.

Bis dahin hatten die Gastgeber wieder einmal extrem viel Laufarbeit verrichtet, allen voran Kapitän Julian Baumgartlinger und der mitunter ein wenig zu aggressive Danny Latza im zentralen defensiven Mittelfeld machten das wirklich gut, sogar besser als ihre Gegenüber Leon Goretzka und Johannes Geis, Männer, die im Fokus der Nationalmannschaft stehen. Weil die Gastgeber so viel rannten, dazu auch noch schlau in den Räumen verteidigten, mussten die Schalker viel öfter, als ihnen lieb war, rückwärts spielen, um sich dann mit hohen Bällen nach vorn zu retten. Die aber wurden meist dankbar von den beiden kopfballstarken Mainzer Innenverteidigern Leon Balogun und Stefan Bell entschärft. Und vorne sorgte der flinke und körperlich robuste Kolumbianer Jhon Cordoba immer wieder für Unruhe bei den beiden Schalker Stoppern Joel Matip und Neustädter.

Aber nach der Pause waren die Gäste wacher, und es war bestimmt kein Zufall, dass Sané mit einem langen Sprint die Vorarbeit für das 1:1 in der 46. Minute durch Neuzugang Younes Belhanda erledigte. Zuvor hatte Bell noch einen Schuss von Max Meyer auf der Linie geklärt. Danach neutralisierten sich beide Mannschaften lange auf durchaus hohem Spielniveau, ehe die Mainzer noch einmal Ernst machten.

Unterdessen verdichtet es sich immer mehr, dass der Mainzer Manager Christian Heidel zur neuen Saison bei Schalke 04 gewiss als Nachfolger von Horst Heldt anheuern wird. Und in Mainz dementiert niemand vehement, dass der Bremer Sportchef Rouven Schröder, Zuarbeiter von Werders Sportvorstand Thomas Eichin, als Nachfolgekandidat Nummer eins gilt. Schröder, der als sehr kundig und sozialkompetent gilt, hatte vor Werder bei der Spvgg. Greuther Fürth schon hervorragende Arbeit geleistet und soll einem Wechsel von der Weser an den Rhein nicht abgeneigt sein.

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