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07. Dezember 2012

Mainz Parkhäuser: Mainzer sind Parkhaus-Muffel

 Von Martin Armbruster
Kaum freie Plätze: Meistens sind die Garagen nicht so gut ausgelastet wie hier am Rheinufer.  Foto: Imago

Viele Autofahrer in Mainz meiden Parkhäuser. Sie kurven lieber durch die Stadt, um einen kostenlosen Parkplatz zu finden. Um das Verhalten der Autofahrer zu ändern, plant die Stadt ein neues Parkraumkonzept.

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Die Parkhäuser in der Mainzer Innenstadt werden von vielen Autofahrern nicht genutzt: Im Schnitt sind die Hälfte der Plätze zur Mittagszeit an Werktagen unbesetzt. Das teilte das Mainzer Stadtplanungsamt gestern anlässlich einer regionalen Parkraumkonferenz im Rathaus mit, an der mehrere Städte aus der Region teilnahmen.

„Das sind ernüchternde Ergebnisse“, sagte Armin Schroeders vom Stadtplanungsamt, der die Zahlen präsentierte. In den fünf ausgewählten Parkhäusern – Römerpassage, Schillerplatz, Theater, Kronberger Hof, Rathaus –, die für Mainz als Einzelhandelsstadt relevant sind, waren die Parkplätze in zwei Quartalen jeweils lediglich zur Hälfte besetzt. Allerdings dürfe man aus den Zahlen nicht schließen, „dass alle Parkhäuser immer halb leer stehen“, so Schroeders. An manchen Tagen würden die Parkhäuser stark genutzt.

Dennoch sieht er ein „großes Umverteilungspotenzial“ von der Straße in die Parkhäuser. „Selbst wenn die Parksünder mit Knöllchen in den Parkhäusern parken würden, wären diese immer noch nicht ausgelastet“, rechnete Schroeders vor. Es mangele also nicht generell an Parkmöglichkeiten. Vielmehr müsse man die „vorhandenen Kapazitäten“ besser nutzen. Das Problem: Offenbar fehlt vielen Autofahrern der Anreiz, ihr Fahrzeug im Parkhaus abzustellen.

Parkhäuser sollen attraktiver werden

Ob dies am Preis liegt, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Zum Vergleich: Drei Stunden Parken an der Straße kostet in der Innenstadt 4,20 Euro, in einem der 20 Parkhäuser (8900 Plätze) der „Parken in Mainz GmbH“ (PMG) 5,80 Euro.

Ziel von Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) ist es, die Parkgebühren von Parkhäusern und Parkautomaten „möglichst anzugleichen“. Ob Parken im Parkhaus dann zukünftig billiger und an der Straße teurer wird, wollte sie allerdings noch nicht sagen. Sie verwies darauf, dass man noch ganz am Anfang eines Parkraumkonzepts stehe, sie wolle daher „keine Versprechungen“ machen. Konkrete Vorschläge werde man im ersten Quartal des kommenden Jahres ausarbeiten.

Dass die Parkhäuser so wenig genutzt werden, bezeichnete sie als „Katastrophe“. Man müsse verhindern, dass Autofahrer „im Kreis herum fahren und einen Parkplatz suchen“, während Parkhäuser teilweise zur Hälfte leer stünden. „Parkmanagement ist ein komplexes Thema“, betonte Eder. „Die Parkgebühren sind da nur eine Stellschraube, an der man drehen kann.“ Eine andere: Parkhäuser müssten auch „attraktiv“ sein. In diesem Zusammenhang kritisierte die Dezernentin die ADAC-Studie, die vielen deutschen Parkhäusern ein schlechtes Zeugnis ausgestellt hatte. „In diesem Test war nur das Parkhaus am Taubertsbergbad dabei, die städtischen wurden gar nicht getestet.“

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