Bei Manroland wird gearbeitet – trotz oder gerade wegen der Pleite. „Wir wollen dem Insolvenzverwalter zeigen: Bei uns geht noch was“, sagte ein Mitglied des Betriebsrats in Offenbach am Montag.
Hinter den Kulissen liefen und laufen Gespräche zur Rettung des Betriebs. Heute trifft sich Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) mit Vertretern des Vorstands, des Betriebsrats und der IG Metall. Die Landesregierung wolle Möglichkeiten prüfen, wie Arbeitsplätze zu retten seien, sagte ein Sprecher in Wiesbaden. Zu der von der IG Metall geforderten Landesbürgschaft wollte sich der Sprecher aber nicht äußern.
Eine Abspaltung des Offenbacher Betriebsteils mit rund 1900 Beschäftigten scheint möglich. Ein Vertreter des Insolvenzverwalters habe angekündigt, bevorzugt einen Investor allein für die in Offenbach angesiedelte Produktion von Bogendruckmaschinen zu suchen, sagte Betriebsratschefin Alexandra Roßel am Montag. Die Ankündigung sei sehr positiv aufgenommen worden.
Was anderswo als gefährliche Zerschlagung des Unternehmens mit Hauptsitz in Augsburg gesehen würde, nährt nach Roßels Angaben in Offenbach Hoffnung. Mit dem in der vergangenen Woche abgesagten Einstieg eines Investors wäre eine weitgehende Schließung des Standorts verbunden gewesen, sagte die Betriebsrätin. „Offenbach hätte bluten müssen.“
Erste Gespräche zur Rettung des Konzerns fanden gestern in Augsburg statt. Dabei haben sich Politik und Wirtschaft auf eine enge Zusammenarbeit vereinbart. „Wir werden jetzt alles tun, um schnell hier zu Zukunftsperspektiven zu kommen“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). Es habe „durchaus Signale der begründeten Hoffnungen“ gegeben, sagte er. Die Verantwortung für die Zukunft von Manroland liegt nach Ansicht von Zeil jedoch weiter bei den Gesellschaftern MAN und Allianz. „Es ist jetzt überhaupt nicht der Zeitpunkt, über Bürgschaften oder Staatshilfen zu sprechen“, sagte der Politiker. Diese stünden wenn überhaupt „am Ende des Prozesses, der gerade erst begonnen habe“.
Beschäftigte warten auf verlässliche Informationen
Auch in Offenbach haben sich Mitarbeiter des Insolvenzverwalters ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Im zweitgrößten Werk der Gruppe warten die Beschäftigten auf verlässliche Informationen darüber, wie es für sie weiter geht. „Am schlimmsten sind die Existenzängste“, sagte eine Betriebsrätin. „Die Leute wollen wissen, wann und von wem sie ihr Geld für den November bekommen.“ Die Auszahlung des Insolvenzgeldes sei auf den Weg gebracht, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Werner Schneider gestern. Die 6500 Beschäftigten erhielten nun drei Monate lang Insolvenzgeld. Mitarbeiter, die bislang in Kurzarbeit waren, würden wieder voll beschäftigt.
Nun gelte es, den Betrieb am Laufen zu halten. Alte Aufträge müssten abgearbeitet, neue hereingeholt werden. Nur wenn Manroland die Produktion ohne große Einschränkungen weiter fortsetzen kann, sei die Suche nach einem finanzkräftigen Investor erfolgversprechend. Dafür sei allerdings ein sogenannter Massekredit erforderlich. „Mit der Liquidität aus diesem Kredit können dann Materialien bestellt und Lieferanten für zukünftige Aufträge bezahlt werden“, erläuterte der Insolvenzverwalter. Die Gespräche über einen Massekredit seien eingeleitet.
Manroland hatte am Freitag Insolvenz angemeldet, nachdem ein potenzieller Investor abgesprungen war und Zahlungsunfähigkeit drohte. Darauf zogen die Gesellschafter Allianz und MAN bei einer Aufsichtsratssitzung von Manroland die Reißleine. Angesichts der schweren Lage der Konjunktur sei es aus ökonomischen Gründen nicht mehr zu verantworten gewesen, weiteres Geld in den Konzern zu stecken, hieß es von Seiten der Allianz. Bis 2006 gehörte Manroland zum MAN-Konzern; heute hält der Münchner Dax-Konzern noch eine Minderheitsbeteiligung von 23 Prozent. Einen größeren Teil hält mit 75 Prozent der Aktien und 65 Prozent der Stimmrechte der Versicherer Allianz. (mit dpa)
Offenbach bangt um den großen Arbeitgeber Manroland: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller.

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||