Bei der geplanten Aufspaltung des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland gehen im Werk Offenbach rund 1.000 Jobs verloren. Der Insolvenzverwalter Werner Schneider nannte am Mittwoch die Zahl von 750 Arbeitsplätzen, die nach einem vorläufigen Plan erhalten werden könnten. Dazu sollen führende Manager den Betrieb mit Hilfe eines noch ungenannten Investors fortführen. Zur Absicherung sei eine Landesbürgschaft notwendig, über die bereits gesprochen worden sei. Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) betonte am Abend, Hessen sei prinzipiell dafür offen.
„Die Landesregierung ist gesprächsbereit, alle Möglichkeiten zu untersuchen und zu unterstützten, um Arbeitsplätze am Standort Offenbach zu erhalten“, sagte Posch der dpa in Frankfurt. „Wir führen Gespräche mit dem Insolvenzverwalter. Uns ist zugesagt worden, uns das Konzept vorzulegen, das heute im Gläubigerbeirat diskutiert wurde. Daraufhin werden wir überprüfen und Gespräche führen, ob die Möglichkeit besteht, eine Landesbürgschaft zu gewähren. Dazu brauchen wir jetzt aber nähere Unterlagen.“ Posch betonte zudem: „Die Landesregierung hilft, wo es geht - wenn es geht.“
Anders als beim Stammwerk in Augsburg wurde bislang für die Offenbacher Produktion von Bogendruckmaschinen noch kein fester Investor genannt. Nach Darstellung der IG Metall gibt es aber die feste Zusicherung, das Werk über den 1. Februar - das Ende des vorläufigen Insolvenzverfahrens - hinweg mit einer verkleinerten Mannschaft fortzuführen. Zuletzt hatte Manroland in Offenbach rund 1.900 Menschen beschäftigt. Davon waren 115 Auszubildende, die weiterbeschäftigt werden müssen.
Die von Arbeitslosigkeit bedrohten Ingenieure und Mechaniker des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland haben vergleichsweise gute Chancen auf eine neue Stelle. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg herrscht bundesweit großer Bedarf an qualifizierten Leuten. Trotz Verkauf des Unternehmens mit Werken in Augsburg, Offenbach und Plauen droht dramatischer Stellenabbau. Die IG Metall sieht Hunderte Stellen in Gefahr.
Maschinentechniker hätten im vergangenen Monat an vierter Stelle der „Top Ten der Arbeitskräftenachfrage“ gestanden, so die Arbeitsagentur. Demnach werden bundesweit 33.600 Experten gesucht. Laut dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) fehlten zuletzt allein in Bayern 15.200 und in Hessen 7.400 Ingenieure verschiedener Fachrichtungen; in Hessen entfällt nahezu die Hälfte der nicht besetzten Stellen auf den Maschinen- und Fahrzeugbau.
Die von den Teilschließung des Manrolandwerks in Offenbach betroffenen Arbeitnehmer stürzen nicht in die Arbeitslosigkeit. Es werde eine Transfergesellschaft zum 1. Februar gegründet, erklärte am Donnerstag eine Sprecherin der Arbeitsagentur Offenbach. Für die Menschen, die derzeit Insolvenzgeld beziehen, sei damit ein nahtloser Übergang möglich.
Sie erhalten dann für bis zu zwölf Monate das sogenannte Transfer-Kurzarbeitergeld, das aus Versicherungsbeiträgen der Arbeitsagentur stammt. In der Höhe entspricht es mit 60 Prozent vom Netto (67 Prozent mit Kind) dem Arbeitslosengeld I. Die Transferzeit gilt nicht als Arbeitslosigkeit, wenngleich sich die Betroffenen arbeitssuchend melden müssen.
Welche private Transfergesellschaft den Zuschlag für die Betreuung der Offenbacher Manroland-Beschäftigten erhalte, liege in der Hand des Insolvenzverwalters, sagte die Agentursprecherin. Dieser habe noch nicht entschieden. In der Transferzeit sollen die Menschen weiterqualifiziert und möglichst in neue Jobs vermittelt werden. Die Tätigkeit wird auch von den Alteigentümern Allianz und MAN mitfinanziert, die dafür nach Verhandlungen 24 Millionen Euro bereitgestellt haben.
„Die Beschäftigten bei Manroland in Offenbach sind enttäuscht, dass die Rettung von Manroland nicht ihren Standort umfasst“, erklärte die örtliche IG Metall-Bevollmächtigte Marita Weber in einer ersten Reaktion auf die geplante Zerschlagung des Unternehmens. „Die Hängepartie geht weiter.“ Offenbach sei durch das spezielle Know-how ein zukunftsträchtiger Standort. „Wir fordern den Insolvenzverwalter dazu auf, sich weiterhin für Offenbach um eine Perspektive zu bemühen. Der Standort und möglichst viele Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben.“
Der Frankfurter Bezirkschef der Gewerkschaft, Armin Schild, verlangte schnelles Handeln des Insolvenzverwalters, der Regionaldirektion der Arbeitsagentur und des Landes, das eine Bürgschaft zur Fortführung des Betriebs abgeben soll. „Manroland ist mit der heutigen Entscheidung des Gläubigerausschusses noch nicht gerettet.“ Für die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten verlangt die Gewerkschaft die Einrichtung einer Transfergesellschaft.
Die Lübecker Possehl-Gruppe hatte zuvor im Bieterkampf um den insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland den Zuschlag bekommen. Possehl hatte nur für den Standort Augsburg mit der Fertigung von Rollendruckmaschinen geboten, aber auch Zusagen für das Werk im sächsischen Plauen gemacht. Das zweitgrößte Manroland-Werk im hessischen Offenbach wird aus dem Konzern herausgetrennt.
Die Possehl-Gruppe ist ein Konzern mit neun unabhängigen Geschäftsbereichen. Sie erzielte 2011 einen vorläufigen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. Weltweit werden rund 9300 Mitarbeiter beschäftigt, die Hälfte davon in Deutschland. Bei Manroland in Augsburg arbeiten nach Unternehmensangaben noch knapp 2200 Menschen, in Plauen 680. Der Druckmaschinenhersteller Manroland hatte wie die gesamte Branche den Internetboom negativ zu spüren bekommen. Ende November meldete das von Allianz und MAN getragene Unternehmen Insolvenz an. (dpa)
Offenbach bangt um den großen Arbeitgeber Manroland: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller.

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 39:26 | 46 | ||
| 2 | VfR Aalen | 34:22 | 46 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 38:23 | 39 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 31:24 | 37 | ||
| 5 | 1. FC Saarbrücken | 42:34 | 36 | ||
| 6 | Rot-Weiß Erfurt | 31:26 | 36 | ||
| 7 | Chemnitzer FC | 33:31 | 36 | ||
| 8 | VfL Osnabrück | 28:20 | 35 | ||
| 9 | Burghausen | 36:31 | 35 | ||
| 10 | VfB Stuttgart II | 27:29 | 34 | ||
| 11 | Kickers Offenbach | 28:25 | 33 | ||
| 12 | Preußen Münster | 25:26 | 32 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 33:39 | 31 | ||
| 14 | Wiesbaden | 26:34 | 30 | ||
| 15 | SV Babelsberg | 33:41 | 29 | ||
| 16 | Unterhaching | 38:40 | 28 | ||
| 17 | Darmstadt 98 | 31:34 | 27 | ||
| 18 | Oberhausen | 23:33 | 22 | ||
| 19 | Carl Zeiss Jena | 26:43 | 21 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 24:45 | 18 | ||