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29. Oktober 2012

Ergebnisse Marathon 2012: Hessische Hochgefühle in Frankfurt

 Von Frank Hellmann
Von der Tischtennisplatte zur Marathonhoffnung - Lisa Hahner aus Fulda überzeugt beim Frankfurt Marathon. Foto: dpa

Der in Frankfurt beheimatete Sören Kah (16.) und die in Mainz studierende Lisa Hahner (8.) sorgen für hessische Hochgefühle beim Frankfurt Marathon.

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Es ist kein Zufall gewesen, dass sich Renndirektor Jo Schindler seinen emotionalsten Auftritt im Zielbereich der Festhalle eine gewisse Zeit aufgehoben hatte. Nicht der kenianische Sieger Patrick Makau bekam einen spontanen Gefühlsausbruch des gebürtigen Regensburgers zu spüren, sondern dafür mussten erst zwei deutsche Athleten ankommen: Der in Frankfurt beheimatete Sören Kah (16. in 2:13:57) und die in Mainz studierende Lisa Hahner (Achte in 2:31:30) sorgten für hessische Hochgefühle im übervollen Ankunftsareal beim Frankfurt Marathon 2012. „Das Glücksgefühl ist nicht zu beschreiben gewesen“, erläuterte der 30-jährige Kah hinterher überwältigt. „Erst hat superschön die Sonne geschienen, dann haben mich alle angefeuert, das war ein tolles Rennen“, erklärte die 22-jährige Lisa Hahner danach gerührt.

Abwägen wegen der WM

Die Verpflichtung der lokalen Heroen erwies sich als gelungener Schachzug. Schindler war so angetan von den Leistungen, dass er den Lokalmatador persönlich ein zweites Mal über den roten Teppich führte. Dieter Baumann lobte schon unterwegs den beschwingten „Roller-Tritt“ des besten Europäers. „Für mich war das eine phänomenale Punktlandung: Der Mann mit dem Hammer ist nicht gekommen“, sagte der für die LG Lahn-Aar Esterau startende Kah noch, der nun in jene Sphären vordrang, die Jan Fitschen mit seinen 2:13:10 in Berlin aufstellte.

Das befreundete Duo scheint befähigt, der Malaise der deutschen Marathon-Männer davonzueilen. Fitschen hatte auf dem Fahrrad den Lauf seines Trainingsgefährten verfolgt, beide wollen aber genau abwägen, ob sie auch wirklich in einem Team bei der Leichtathletik-WM 2013 in Moskau starten.

Lukrativer wäre es sicherlich, irgendwo einen Herbstmarathon zu bestreiten, ließ Fitschen durchblicken. Kah glaubt, er könne sich auch vorstellen, sowohl die WM als auch Frankfurt zu laufen, „die Zeitspanne ist knapp, klar, aber ich würde gerne hier starten.“

In der Stadt, in der Kah eine Vierer-WG im Stadtteil Rödelheim bezogen hat und mit Trainer Lutz Preußner offenbar das perfekte entspannte Umfeld vorfindet, um seinem schon im Vorjahr erstaunlichen Marathon-Debüt (2:17:58) die nächste Bravourleistung folgen zu lassen. Die Geschichte, dass er sich noch vor wenigen Jahren lediglich als Freizeitkicker statt als Leistungsläufer die Zeit vertrieb, erzählte der Sympathieträger mit der wärmenden Mütze dieser Tage fast täglich.

Träume von einer 2:24, 2:25

Auch Lisa Hahner ist so eine Quereinsteigerin, die mit Langstreckenläufen lange nie etwas am Hut hatte, sondern lieber in der Hessenliga Tischtennis spielte. „Es hat perfekt gepasst“, beschrieb die 22-jährige ihre erste Grenzerfahrung über die Marathon-Distanz. Das Rennen teilte sie sich so klug ein wie kaum ein Neuling – die zweite Hälfte lief die Lehramtsstudentin sogar mehr als eine halbe Minute schneller.

Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Anna, die bei ihrer Premiere in Düsseldorf sogar 2:30:14 schaffte, offenbart sich eine prächtige, weil unverbrauchte deutsche Perspektive. Beide wollen bei der WM in Moskau gemeinsam starten, denn Anna Hahner empfand den Part als Begleiterin auf dem Rad ziemlich anstrengend.

„Ich wollte immer Fotos machen, aber meine Schwester ist zu schnell gewesen.“ Geht es nach Trainer Wolfgang Heinig, dann ist das Sister-Doppel bald noch flotter unterwegs. „Ich glaube, dass wir in drei, vier Jahren bei Anna und Lisa über Zeiten von 2:25, 2:24 reden können, so unkompliziert gehen sie an die Sache ran.“

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