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05. Juli 2012

Frankfurt Ironman 2012: Das Brummeln im Bauch

 Von Frank Hellmann
Erfrischung für die Läufer mit nassen Schwämmen. Foto: Michael Schick

Die richtige Ernährung ist beim Ironman fast so wichtig wie die gute Vorbereitung. Dass der Magen so oft rebelliert, ist angesichts der Beanspruchung nur logisch.

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Andreas Raelert hält es mittlerweile ganz pragmatisch. „Am Renntag ernähre ich mich ganz simpel“, sagt der Topstar des Frankfurter Ironman. „Das lernt man mit der Zeit.“ Beim Rostocker Triathleten besteht das Frühstück vor dem Rennen aus zwei Powerbar-Riegeln. Die meisten Kohlehydrate sind längst am Abend und in den Tagen zuvor zugeführt worden. Auch auch während des Wettkampfs hält es Raelert „relativ einfach“. Bei ihm kommen 20 Gels in eine Trinkflasche. Bloß keine Experimente.

Bis zu 10.000 Kalorien Verbrauch

In keiner Disziplin haben selbst die Topstars in ihrer Anfangszeit so viel Lehrgeld gezahlt wie bei der Verpflegung. Die Aufgabe bei einem Ironman ist ja auch vertrackt: Je nach Konstitution und Körpergewicht verbraucht die Strapaze über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen zwischen 8.000 und 10.000 Kalorien.

Während es bei einem Dauerlaufs über 45 Minuten völlig ausreicht, danach wieder zu essen und zu trinken, wäre das bei einem Langstrecken-Triathlon unmöglich. „Sind die Speicher leer, ist es schon zu spät“, sagt Veranstalter Kai Walter aus eigener Erfahrung. Also stellen die Organisatoren eine Vielzahl an fester und flüssiger Verpflegung bereit. Was aber ist das Beste?

„Ich kann mir nur 3000 Kalorien zuführen und nehme neben Wasser vor allem Elektrolyt-Getränke zu mir. Und Gels aus der Flasche“, erzählt die zierliche Profi-Triathletin Kristin Möller. Fast jeder Hobby-Triathlet kennt die vermaledeiten Magen-Darm-Probleme, die latent als Gefahr mit auf die Strecke gehen.

Aufstoßen und Bauchgrimmen sind da noch die geringsten Probleme, häufig sind Symptome wie Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Blähungen und Stuhldrang. Die Dixie-Toiletten am Rande der Laufstrecke sind auch deshalb so gut frequentiert.

Riegels und Gels wirken schnell

Die Erklärung ist einfach: Der Magen-Darm-Trakt wird beim Rennen um bis zu 80 Prozent weniger durchblutet, das Blut wird schließlich in den Muskeln benötigt. Und mechanisch ist der Triathlon für den Darm kein Vergnügen: Wo er sich beim Schwimmen noch frei bewegen konnte, wird er beim Radfahren in der Aeroposition stundenlang eingeklemmt, dann beim Laufen durchgeschüttelt. Dazu soll er gleichzeitig

Kohlenhydrate aufnehmen. Die Rebellion erfolgt zwangsläufig und lässt sich nur verhindern, wenn das Ganze vorher oft geprobt worden ist. Bewährt haben sich Riegel und Gels. Letztere haben den Vorteil, „dass sie in zwei Minuten wirken und 25 Minuten helfen“, wie Walter eine Weisheit zitiert.

Weitere Grundregel: „Man darf den Punkt des Hungers nicht spüren.“ Deshalb: Nichts zu essen, ist die schlechteste Lösung. Das Aus wäre unweigerlich.

„Das war nicht optimal“

Nicht empfehlenswert ist auch, wie der Ironman-Direktor Deutschland, Rolf Aldag, einst seinen einzigen Ironman auf Lanzarote anging. „Ich habe am Morgen das gegessen, was ich vor einer Tour-de-France-Etappe gewohnt war: Omelette, Spaghetti, Müsli und am Ende noch zwei Nutella-Brötchen. Auf der Strecke selbst habe ich nur noch ein Gel und einen Riegel runterbekommen und ansonsten nur Cola getrunken. Ich glaube, das war nicht so optimal.“ Eher nicht.

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