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05. September 2012

Frankfurt Marathon 2012: Weltklassefeld startet in Frankfurt

 Von Frank Hellmann
Patrick Makau setzte sich 2011 in Berlin die Marathon-Krone auf - als neuer Weltrekordhalter.  Foto: dapd

Weltrekordhalter Patrick Makau gehört zu den Topleuten des Frankfurt Marathon 2012. Der Kenianer wird für ein sechsstelliges Antrittsgeld in Frankfurt starten. Bei seiner Vorstellung beteuert Makau, dass es bei seinen Tempoläufen mit rechten Dingen zugeht.

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Zum Lautsprecher taugt Patrick Makau nicht. Bei den meisten Aussagen flüstert der 27-Jährige, weshalb es leicht zu Verständigungsproblemen kommt. So hat der Marathon-Weltrekordhalter etwa am Dienstag erzählt, dass er derzeit beim Training im kenianischen Ngong nur auf 80 Kilometer die Woche komme. Christoph Kopp, der Sportliche Leiter beim Frankfurt Marathon, hat schnell eingehakt, „das kann nur ein Additionsfehler sein.“

Mit einem solchen Pensum ließe sich nicht umsetzen, was Makau beim Frankfurt Marathon plant: seine eigene Bestzeit von 2:03:38 Stunden, aufgestellt 2011 in Berlin, zu knacken. Der Vater einer vierjährigen Tochter und sieben Monate alter Zwillinge sieht die Ausgangslage realistisch: „Ein Weltrekord hängt vom Wetter und den Tempomachern ab. “

Makau ist motiviert

Und von den Gegnern. Kopp hat nun auch 2009-Sieger Gilbert Kirwa (Kenia), Rotterdam-Gewinner Yemane Tsegay (Äthiopien) und den Vorjahres-Dritten Albert Matebor (Kenia) verpflichtet. Damit wird am 28. Oktober ein Weltklassefeld am Start der Strecke über die 42,195 Kilometer an an der Messe stehen.

Eine sechsstellige Summe hat Renndirektor Jo Schindler allein in die Gage von Makau investiert. Weil der sich wegen eines Zehn-Meilen-Laufes in Tilburg und eines Zehn-Kilometer-Rennens in Prag gerade in Europa aufhält, war die Gelegenheit günstig, ihm schon mal den Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle zu zeigen.

Makaus Antrieb ist es, dem eigenen Verband zu demonstrieren, dass seine Nicht-Berücksichtigung für die Olympischen Spiele ein großer Fehler war – sein Idol Paul Tergat hatte korrekt prophezeit, dass es dem kenianischen Trio ohne Makau nicht gelingen werde, Gold zu gewinnen. Ein Ansporn könnten auch die 130.000 Euro sein, die für Strecken- und Weltrekord ausgelobt sind, doch dieser These widersprach der Rekordläufer energisch: „Geld spielt für mich nicht die größte Rolle.“

Dopingfälle bei Kenianern

Gleichwohl kann sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Farmersohn dank üppiger Start- und Preisgelder ein Leben leisten, von dem das Gros seiner Landsleute nur träumt.

Zu seiner durchaus bewegenden Vita hat Makau nicht eine Frage beantworten müssen. Das könnte auch an den jüngsten Doping-Enthüllungen von Mathew Kisorio gelegen haben, die Kenias Ausdauerszene heftig erschütterten.

Der nachweislich gedopte Marathon-Läufer berichtete gegenüber der ARD detailliert über verbotene Praktiken in kenianischen Trainingszentren. Ein schwieriges Thema für Makau, der bei dessen Erörterung Kopf und Stimme senkte. Nein, er wisse davon nicht und wolle nicht über andere Läufer sprechen. Es gebe viel zu viele Trainingsgruppen in seiner Region. Von sich kann er immerhin sagen, dass er regelmäßig kontrolliert wird – in diesem Jahr schon zehnmal. Und dem Leichtathletik-Weltverband IAAF muss Makau regelmäßig seine Aufenthaltsorte angeben.

Sein Manager Zane Branson, ein in Belgrad lebender US-Amerikaner, der die Agentur Posso Sports vertritt, hob hervor, dass Makau so vorsichtig sei, „dass er mir sogar eine SMS schreibt, wenn er sich die Bronchien einreibt“. Schindler hört so etwas gerne. Sein Credo: „Rekorde sind schön, aber sie müssen sauber sein. Sonst wäre es Zirkus.“ Vielfach ist es das schon. Im Marathon und anderswo.

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