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06. Juli 2013

Ironman Frankfurt 2013: Mehr als 100 Profis dabei

 Von Oliver Teutsch
Am frühen Sonntagmorgen fällt am Langener Waldsee der Startschuss. Foto: Michael Schick

Mehr als 2600 Triathleten freuen sich auf den Zieleinlauf auf dem Römerberg. Die jüngste Teilnehmerin hat keine weite Anreise, aber die bislang längste Strecke ihres Lebens vor sich. Am Sonntag haben die Sportler in und um Frankfurt Vorfahrt.

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Frankfurt mit Hawaii zu vergleichen, würde wohl nicht vielen Leuten einfallen. Triathleten schon. In der Szene der Ausdauersportler wird die Mainmetropole sogar als „das europäische Kona“ gehandelt. Kona ist jenes kleine Küstenstädtchen auf Hawaii, wo bereits seit 1978 der bekannteste und älteste Triathlon gestartet wird. An den Mythos Hawaii reicht der Ironman in Frankfurt noch nicht ganz heran, aber zumindest die Zielankunft auf dem Römerberg vor großem Publikum gilt unter den Athleten als eine der emotionalsten weltweit.

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Nicht zuletzt deshalb ist der Ironman Frankfurt bei Amateuren wie Spitzensportlern gleichermaßen beliebt. Mehr als 2600 Athleten aus 55 Nationen werden sich am Sonntag ab 6.45 Uhr in den Langener Waldsee stürzen. Mehr geht nicht. Der Ironman Frankfurt, seit 2006 gleichzeitig als Europameisterschaft ausgetragen, ist von Jahr zu Jahr schneller ausgebucht. Auch die Anzahl der Profis steigt beständig. 2013 sind erstmals mehr als 100 Profis am Start, eine Zahl, die bei keiner der anderen europäischen Veranstaltungen nur annähernd erreicht wird. Die Veranstalter sprechen angesichts der vielen hochkarätigen Athleten von einem „Starterfeld der Superlative“.

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Eine derartige Begeisterung für die Veranstaltung im Rhein-Main-Gebiet war bei der ersten Auflage 2002 nicht mal ansatzweise zu erahnen. Veranstalter Kai Walter, der schon damals für die Logistik zuständig war, erinnert sich noch gut an die Anfänge: „Es war eine gewisse Gründerstimmung da, aber wir haben auch viel improvisiert.“ Frankfurt und die Rhein-Main-Region liebäugelten damals mit einer Bewerbung für die Olympischen Spiele und betrachteten die Veranstaltung als eine Art Feuertaufe in Sachen Zusammenarbeit zwischen den Kommunen, Behörden und Veranstaltern.

Walter selbst war damals „wie die Jungfrau zum Kinde“ in den Planungsstab gelangt. Als Kommandeur einer kleinen Bundeswehr-Einheit in Schöneck war er um Hilfe gebeten worden, da die Radstrecke genau an dem Militärstützpunkt vorbei führen sollte. Walter sprang als Privatmann mit ins Orga-Boot, blieb dabei und ist heute Ausrichter des Ironman. Die Organisation einer so großen Triathlon-Veranstaltung findet der Logistikfachmann „unheimlich sexy“. Denn „von der Bananenbestellung bis zur Absprache mit dem Büro des Ministerpräsidenten ist alles dabei“.

Schwitzen werden die Ironmänner und -frauen in Frankfurt wohl auch am Sonntag wieder.
Schwitzen werden die Ironmänner und -frauen in Frankfurt wohl auch am Sonntag wieder.
Foto: Michael Schick

Wie groß die logistische Herausforderung ist, verdeutlichen alleine schon die mehr als 4300 freiwilligen Helfer, die entlang der Strecke für einen reibungslosen Ablauf sorgen sollen. Die Zuschauerzahl wird sicherlich noch um ein Vielfaches höher liegen. Die sommerlichen Temperaturen werden den Zuschauern deutlich besser gefallen als den Athleten. Die bangen noch ein bisschen, dass die Wassertemperatur im Langener Waldsee nicht über 24 Grad steigt, denn dann dürften sie ihre gewohnten Neoprenanzüge nicht mehr tragen.

Auf der Laufstrecke werden die hohen Temperaturen den Triathleten sicherlich mehr Probleme bereiten. So werden die Helfer eifrig Trinkbecher und Erfrischungsschwämmchen anreichen, um den Sportlern die Tortur über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen so erträglich wie möglich zu machen.

Während sich die Zuschauer entlang der Laufstrecke am Main recht gleichmäßig verteilen, wird es auf der Radstrecke durch die Wetterau und den Main-Kinzig-Kreis wieder einige Stimmungsnester geben. Besonders beliebt ist etwa der Bad Vilbeler Heilsberg, bei den Athleten besser als „Heartbreak Hill“ bekannt. Auch am steilsten Anstieg der Radstrecke, dem Hühnerberg (The Hell) in Maintal-Hochstadt werden wieder viele Zuschauer entlang der Strecke stehen und froh sein, nicht selbst auf dem Fahrrad sitzen zu müssen.

Für die Athleten sind die Strapazen erst auf dem Römerberg vorbei. Wenn sie sich dort unter dem tosenden Applaus der Zuschauer ins Ziel schleppen, wissen sie spätestens, warum der Ironman in Frankfurt was ganz Besonderes ist.

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