Marathon ist ja schon hart, aber in Rodgau geht es noch härter: 656 Sportler sind 50 Kilometer gelaufen - trotz tiefgefrorenen Bodens, eisglatten Bodens und kalten Winds. Von Stephen Wolf
Der 50-Kilometer-Lauf in Rodgau-Dudenhofen ist eine eiskalte Sache. Die Erde ist gefroren, den Sportlern ist die Anstrengung deutlich im Gesicht abzulesen.
Foto: Michael Schick
Der 50-Kilometer-Lauf in Rodgau-Dudenhofen ist eine eiskalte Sache. Die Erde ist gefroren, den Sportlern ist die Anstrengung deutlich im Gesicht abzulesen.
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Die Erde ist gefroren, den Sportlern ist die Anstrengung deutlich im Gesicht abzulesen. Der Ultra-Marathon ist in vollem Gange. Dirk Jenschur vom Veranstalter Rodgau-Lauftreff (RLT) steht am Ziel der 50 Kilometer langen Laufstrecke, die quer durch das Freizeitgelände Gänsbrüh in Rodgau-Dudenhofen führt.
Hier nimmt er die Läufer in Empfang, klopft ihnen auf die Schulter und nimmt ihnen die Startnummern ab. "Es ist schwierig, auf diesem Boden zu laufen", sagt er und beobachtet, wie einige der Teilnehmer auf dem Eis wegrutschen.
"Insgesamt haben sich 656 Läufen beteiligt", sagt er. Angemeldet seien zwar 1100 Frauen und Männer zwischen 20 und 80 Jahren gewesen, doch dass wegen der schwierigen Bodenverhältnissen nicht noch mehr Sportler morgens einfach im warmen Bett geblieben sind, sei durchaus ein Erfolg. 2009 kamen insgesamt 743 Läufer, also nur 87 mehr als diesmal. "Ehrlich gesagt hatte ich mit ungefähr 300 Teilnehmern gerechnet", sagt Jenschur.
Der eiskalte Ultra-Marathon
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Der eiskalte Ultra-Marathon
Dirk Jenschur vom Veranstalter Rodgau-Lauftreff (RLT) steht am Ziel der 50 Kilometer langen Laufstrecke, die quer durch das Freizeitgelände Gänsbrüh in Rodgau-Dudenhofen führt.
Foto: Michael Schick
"Es ist schwierig, auf diesem Boden zu laufen", sagt Dirk Jenschur vom Rodgau-Lauftreff und beobachtet, wie einige der Teilnehmer auf dem Eis wegrutschen.
Foto: Michael Schick
Insgesamt haben sich 656 Läufer beteiligt.
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Angemeldet waren zwar 1100 Frauen und Männer zwischen 20 und 80 Jahren, doch dass wegen der schwierigen Bodenverhältnissen nicht noch mehr Sportler morgens einfach im warmen Bett geblieben sind, ist für die Veranstalter durchaus ein Erfolg.
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2009 kamen insgesamt 743 Läufer, also nur 87 mehr als diesmal. "Ehrlich gesagt hatte ich mit ungefähr 300 Teilnehmern gerechnet", sagt Dirk Jenschur.
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Die meisten Sportler, die am Ziel angelangt sind, haben es nicht bereut: "Es war anstrengend, aber ich bin zufrieden", sagt der 53 Jahre alte Dirk Schelhorn aus Frankfurt. Der leidenschaftliche Läufer sagt, er trainiere im hügeligen Taunus; das sei ihm heute auf der holprigen und vereisten Strecke zugute gekommen.
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Die Läufer im Ziel sehen glücklich aus. Manche sitzen schweigend mit einem Becher Tee in der Hand und starren auf den Boden.
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Andere diskutieren über ihr Ergebnis, und wieder andere brechen auf, "schnell heim in die Badewanne", sagt einer.
Foto: Michael Schick
Gründe für die Teilnahme an einem solchen Gewaltmarsch in eisiger Kälte gibt es wohl viele. Ein älterer Mann mit Müsli-Riegel in der Hand lehnt erschöpft an einem Baum. "Warum ich mitgemacht habe? Weil ich wissen wollte, ob ich es noch kann", sagt er und lächelt.
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Für manchen der Läufer war der 50-Kilometer-Lauf in Rodgau-Dudenhofen vor allem eines: Eine Trainingseinheit für den Ironman, der Sonntag, 4. Juli, am Waldsee in Langen startet.
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"Beim Ironman ist die Laufstrecke zwar kürzer, aber es ist gut für die Vorbereitung, an einem längeren Lauf teilgenommen zu haben", findet der 41-jährige Simon Müller.
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Der schnellste Läufer beim Ultramarathon schaffte die 50 Kilometer Strecke auf eisigem Untergrund in grade mal 3:08:34 Stunden - er heißt Evgenii Glyva und kommt aus der schneereichen Ukraine.
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Den ganzen Samstag schneit es heftig. Schon am Sonntagmorgen sind die Fußspuren der Läufer im Schnee verschwunden.
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Die Erde ist gefroren, den Sportlern ist die Anstrengung deutlich im Gesicht abzulesen. Der Ultra-Marathon ist in vollem Gange.
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Die meisten Sportler, die am Ziel angelangt sind, haben es nicht bereut: "Es war anstrengend, aber ich bin zufrieden", sagt der 53 Jahre alte Dirk Schelhorn aus Frankfurt. Der leidenschaftliche Läufer sagt, er trainiere im hügeligen Taunus; das sei ihm heute auf der holprigen und vereisten Strecke zugute gekommen.
Auch die anderen Läufer sehen glücklich aus. Manche sitzen schweigend mit einem Becher Tee in der Hand und starren auf den Boden, andere diskutieren über ihr Ergebnis und wieder andere brechen auf, "schnell heim in die Badewanne", sagt einer.
Gründe für die Teilnahme an einem solchen Gewaltmarsch in eisiger Kälte gibt es wohl viele. Ein älterer Mann mit Müsli-Riegel in der Hand lehnt erschöpft an einem Baum. "Warum ich mitgemacht habe? Weil ich wissen wollte, ob ich es noch kann", sagt er und lächelt. Für Simon Müller war der 50-Kilometer-Lauf in Rodgau-Dudenhofen vor allem eines: Eine Trainingseinheit für den Ironman, der Sonntag, 4. Juli, am Waldsee in Langen startet.
"Dort ist die Laufstrecke zwar kürzer, aber es ist gut für die Vorbereitung, an einem längeren Lauf teilgenommen zu haben", findet der 41-Jährige. Es schneit weiterhin heftig. Schon am Sonntagmorgen sind die Fußspuren der Läufer im Schnee verschwunden.