Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass der sechste Frankfurter Neuzugang, Karim Matmour, ein gnadenloser Vollstrecker-Typ ist. Der am Freitag von Borussia Mönchengladbach zur Eintracht gewechselte Algerier hat in 77 Bundesligapartien ganz genau vier Tore erzielt. Das ist für eine Offensivkraft nicht die Wucht.
Die DFL hat die Zweitligaspieltage drei bis neun terminiert:
Sonntag, 7. August, 13.30 Uhr: Braunschweig - Eintracht Frankfurt
Montag, 15. August, 20.15 Uhr: Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf
Sonntag, 21. August, 13.30 Uhr: FSV Frankfurt - Eintracht Frankfurt
Sonntag, 28. August, 13.30 Uhr: Eintracht Frankfurt - SC Paderborn
Samstag. 10. September, 13.30 Uhr: Energie Cottbus - Eintracht Frankfurt
Freitag, 16. September, 18 Uhr: Eintracht Frankfurt - Hansa Rostock
Montag, 26. September, 20.15 Uhr: Dresden - Eintracht (Mo., 20.15). (fr)
In Gladbach haben sie sich schon böse lustig gemacht über den 26-Jährigen, weshalb der Spieler mal mit einem Anwalt gegen ein Borussia-Blog vorging. Matmour, das soll nicht unerwähnt bleiben, war aber auch das Gegenteil eines Stammspielers. In der vergangenen Saison hat er für die Elf vom Niederrhein ein Spiel über 90 Minuten gemacht, in 17 Begegnungen wurde er ein- oder ausgewechselt. „Er hat nicht so die Torjägerqualitäten“, sagt Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Aber das sei auch nicht so entscheidend. „Er ist ein guter Konterspieler, genau der schnelle Flügelstürmer, den wir gesucht haben. Er passt in unser Profil.“ Matmour erhält einen Einjahresvertrag. Zudem sicherte sich die Eintracht die Option auf eine zweijährige Vertragsverlängerung.
„Er ist ein guter Vorbereiter“
In Frankfurt soll der 25-fache algerische Nationalspieler auf der rechten Flanke den früheren Kapitän Patrick Ochs beerben, der sich dem VfL Wolfsburg angeschlossen hat. Matmour soll die zentrale Sturmspitze mit Flanken füttern. „Er ist ein guter Vorbereiter“, so Hübner. Das habe er in der zweiten Liga beim SC Freiburg bewiesen, „da hatte er seine beste Zeit“, sagte der Manager. Fürwahr: Zwischen 2006 und 2008 erzielte er in 79 Partien zehn Tore und bereitete deren 13 vor.
Borussia Mönchengladbach zahlte 2008 mehr als zwei Millionen Euro für den Nationalspieler Algeriens, der bei der WM 2010 in Südafrika bei allen drei Spielen seines Landes auf dem Platz stand. Matmour gilt als freundlicher, ruhiger Typ, der in Gladbach auch dann nie Stunk machte, als er auf der Bank saß. Und das war häufig der Fall. Seine Spielweise freilich ist etwas unkonventionell, er ist schnell und wendig, verliert aber im Eifer des Gefechts auch mal die Kontrolle. In Gladbach nannten sie ihn deshalb in Anlehnung an eine Fledermaus Batmour. Am Borussia-Park hat er sein Glück nie gefunden.
Matmour kommt also, Andreas Wolf indessen nicht. Die Eintracht, die den Verkauf der Dauerkarten bei 22500 gestoppt hat, nimmt von einer Verpflichtung des früheren Nürnberger Kapitäns Abstand. Das bestätigte Hübner am Nachmittag. „Ich habe mit seinem Berater Wolfgang Vöge telefoniert. Er teilte mir mit, dass Wolf noch mal um Bedenkzeit bittet. Ich habe dann geantwortet, dass wir uns dann ausklinken. Wir können einfach nicht länger warten“, erklärte der Sportdirektor.
Er hatte dem Spieler eine Frist bis Freitag gesetzt. „In zwei Wochen geht die Saison los. Da ist Eile geboten. Wir werden jetzt andere Varianten verfolgen“, sagte Hübner. Er drückt aufs Tempo. Anfang der kommenden Woche soll mindestens ein neuer Innenverteidiger präsentiert werden. Zwei zentrale Abwehrspieler sollen noch kommen, Trainer Armin Veh legt größten Wert darauf, vier Deckungsspieler in seinen Reihen zu haben.
Der neue Frankfurter Fußballlehrer, der mit seiner Mannschaft schon am Freitag zum Testspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Young Boys Bern in die Schweiz gereist ist, wurde nun aus Hamburg attackiert. David Jarolim trat aus sicherer Entfernung nach. „Wir haben in der ganzen Zeit nicht gewusst, was unsere taktische Ausrichtung ist. Bei Veh wurde nicht klar, was er von uns erwartete.“ Auch zwischenmenschlich, so Jarolim, habe es Probleme gegeben. Vielleicht lag es daran, dass Veh ihn als Kapitän absetzte.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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