Etwas abgespeckt, aber nach wie vor unentbehrlich ist das "Jahrbuch Fernsehen". Bislang schmückten stets Köpfe das Cover des Jahrbuchs. Bei der Ausgabe 2009 aber ist nur eine Hand zu sehen, die einen roten Knopf drückt; ein "Product Placement", wie der verschämte Werbehinweis verrät: Auch hier spielt also ein Sponsor mit. Der Rest des Bandes aber ist von gewohnter Qualität.
Ein Diskurs über die TV-Tauglichkeit von Kinofilmen, die Kapriolen öffentlich-rechtlicher Medienpolitik am Beispiel des von Hessens CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch angezettelten Streits um ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und ein ausführlicher Essay über "Genese, Akteure und Widersprüche" der deutschen Medienpolitik: Die einführenden Aufsätze sind wie immer mehr also bloß Momentaufnahmen.
Herzstück des auch in der 18. Ausgabe für Medienmenschen wichtigen Begleiters durchs Fernsehjahr ist wie stets der - diesmal allerdings um rund hundert Seiten abgespeckte - starke Serviceteil. Das Kapitel "TV-Angebot" ist auf die überregionalen Sender reduziert worden, die digitalen Betreiber fehlen ebenso wie die ausgewählten Redaktionen.
An den weiteren Übersichten (Presse, Produktionsfirmen, Dienstleister, Einrichtungen) hat sich jedoch nichts geändert. Das gilt auch für den Umfang, mit dem das Fernsehjahr 2008 in Kritiken, Chroniken und TV-Preisen rekapituliert wird. tpg
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Genau die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.