Medien

18. Oktober 2012

„Voice of Germany“: Das etwas andere Casting geht in Runde Zwei

 Von Torsten Wahl
Die Jury der zweiten Staffel (Xavier Naidoo (v.l.), Sascha Vollmer, Alec Voelkel, Nena und Rea Garvey, Foto vom 14.09.12). Foto: dapd

Die erste Staffel vor einem Jahr war ein Erfolg - dank des Konzepts, Kandidaten nur anhand ihrer Stimme auszuwählen. Am Donnerstag startet die zweite Staffel von „The Voice of Germany“.

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Die erste Staffel vor einem Jahr war ein Erfolg - dank des Konzepts, Kandidaten nur anhand ihrer Stimme auszuwählen. Am Donnerstag startet die zweite Staffel von „The Voice of Germany“.

Am vergangenen Donnerstag erst hat Xavier Naidoo mit 14 Schützlingen aus seinem ersten „Voice“-Team eine Show bei ProSieben bestritten. Der Sängerkreis „Sing um dein Leben“ veröffentlichte dazu ein Album. Am kommenden Donnerstag dann beginnen Naidoo und Co. schon mit der Auswahl neuer Kandidaten bei „The Voice Of Germany“. Die erste Staffel der Castingshow hat von Oktober 2011 bis Februar 2012 im Schnitt mehr als vier Millionen angezogen, darunter viele Zuschauer, die sich derartigen Shows sonst strikt verweigern.

Dank des Einstiegs-Modus, bei dem die Juroren die Kandidaten nur anhand der Stimme auswählen, kamen ganz andere Typen und Charaktere in die Sendung, musikalisch wesentlich vielseitiger, reifer und stilvoller als etwa in den Dieter-Bohlen-Shows auf RTL. Nicht nur der Siegerin Ivy Quainoo, sondern einer ganzen Reihe von Kandidaten bescherte die Show einen echten Karriereschub.

Fans als Juroren

Schon seit vergangener Woche können die Fans der Sendung nun selbst Juror spielen: Im Internet können Stimmen angehört und bewertet werden. Leider wurde das Online-Spiel auf User mit Facebook-Account beschränkt. Von den 150 Kandidaten, die bei den „Blind Auditions“ vorsingen durften, werden etwa 90 im Fernsehen gezeigt – darunter natürlich diejenigen rund 60 Sänger, die Xavier Naidoo, Nena, The BossHoss oder Rea Garvey auswählen. Fürs Vorsingen qualifiziert haben sich die beiden Berliner Jenna Hoff und Rob Fowler. Beide erzählen, wie ernst die Show in der Musik-Szene genommen wird.

„Wenn du bei den Blind Auditions aufgetreten bist, klingelt auf jeden Fall das Telefon und du bekommst neue Angebote – egal, ob du ausscheidest oder nicht“, hat Jenna Hoff von Kolleginnen erfahren. Die 22-Jährige, die in Neukölln groß wurde, ist, wie die meisten Kandidaten, keine Anfängerin, sondern steht seit Jahren auf der Bühne. Bei einem Song-Contest im lettischen Fernsehen trat sie für Togo, das Heimatland ihres Vaters, vor großem Publikum an.

Rob Fowler ist sogar eine echte Größe in der Musicalbranche, sang viele Hauptrollen in Stücken wie „We Will Rock You“, „Jesus Christ Superstar“ und „Rocky Horror Picture Show“. Dennoch stellte sich der 40-jährige Engländer, der seit ein paar Jahren in Berlin lebt, als namenloser Niemand vor die vier Juroren – und war so nervös wie lange nicht mehr. „Ich will nicht nur Rollen spielen, ich will ich selbst sein“, erklärt er seinen riskanten Auftritt. Denn den Kollegen vorm Fernseher entgeht kein falscher Ton.

Jenna Hoff und Rob Fowler mussten auf dem Weg zu den „Blind Auditions“ mehrere Test bestehen und sich dann aus einem vorgegebenen Repertoire von etwa 120 Titeln ihre Wunsch-Songs aussuchen. Jenna bekam ihren Favoriten. „Next To Me“ von Emily Sunday. Rob, der Singer-Songwriter wie Damien Rice mag, musste einen Song von Maroon 5 nehmen. Für ihn kein Problem: „Ich werde meine eigene Version daraus machen.“

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