Frauen, zieht euch warm an: Bald ist es vorbei mit dem neuen Mann, der sein Sixpack trainiert, teure Feuchtigkeitcremes auflegt, sich depiliert und ganz viele Gedanken über Charme und Verführung macht. Oder wie soll man es interpretieren, dass die Männer sich von ihren Magazinen abwenden? Matador gab schon auf, jetzt lässt Maxim das Handtuch werfen. Die Begründung ist fadenscheinig: Die Krise sei schuld. Wir aber glauben, die Herrenwelt hält dem Beauty-, Karriere- und Männlichkeits-Druck nicht mehr stand.
Das geht schon mit der ersten Story los: "Was muss passieren, damit der Sex unvergesslich wird?", fragt das Blatt. Da berichten Karrierefrauen von Analverkehr, vaginalen Orgasmen und anderen bedrohlichen Sex-Ansprüchen. Dabei müssen wir doch Geld verdienen! Um uns die E-Klasse leisten zu können, "Darling der imagebewussten, von Termindruck geplagten Besserverdiener".
Doch zugleich sollen wir einsehen, dass die "evolutionäre Damenwahl" auf "raue Burschen aus südlichen Gefilden" hinausläuft. Laut seiner Mama waren "Brumm, Brumm" die ersten Worte, die der rennfahrende Milliardär Fürst Albert II. von Thurn und Taxis, 25, sagen konnte. Wären wir doch wie der: "Steinreich und sauschnell". Aber den Stress tun wir uns nicht länger an. Jetzt sollen erstmal alle Männermagazine pleite gehen. Dann lassen wir uns wieder Achselhaare wachsen, pflegen den Bierbauch, fahren uralte Kombis und schlafen nach dem Sex auf der Stelle ein.
Maxim. Das Internationale Männermagazin, www.maximonline.de, 3,90 Euro. Letzte Ausgabe erscheint im Mai.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.