kalaydo.de Anzeigen

Fernsehen: ARD soll kleinen Anstalten helfen

Die Ministerpräsidenten drängen auf einen besseren Finanzausgleich der Sendergemeinschaft.

Wer an Hartz-IV im Fernsehen denkt, stößt unweigerlich auf die Skandal-Serie "Gnadenlos gerecht", in der mediengeile Sozialfahnder angebliche Sozialhilfebetrüger jagen. ARD-Funktionäre verbinden damit aber etwas anderes: den Finanzausgleich des Senderverbundes. Vor allem der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) leiden unter vielen Hartz-IV-Schicksalen in ihrem Kernsendegebiet, den östlichen Bundesländern. Nur Mecklenburg-Vorpommern wird vom Norddeutschen Rundfunk "versorgt".

Hartz-IV-Empfänger müssen keine Rundfunkgebühren zahlen. Und weil überproportionale viele Arbeitslose in den neuen Ländern wohnen, trifft dieser Gebührenausfall den MDR und den RBB besonders hart.

Vor allem um diese Ausfälle zu kompensieren, muss die ARD schon jetzt ein Prozent ihrer Gebühren zu Gunsten ihrer kleinen Anstalten umverteilen. Zurzeit wandern so 50 Millionen Euro pro Jahr zwischen den Anstalten hin und her. Außerdem müssen MDR und RBB, aber auch die kleinsten Sender Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk weniger fürs Erste produzieren.

Nun wollen die Ministerpräsidenten diesen Finanzausgleich verbessern - auch weil MDR und RBB zuletzt glaubhaft versichert haben, dass ihnen bisherige Umschichtung nicht reicht. Der RBB stellt deshalb zum Jahresende das Magazin "Polylux" und sein "Radio Multikulti" ein. Berlins Regierender, Klaus Wowereit (SPD), sprach gestern nach dem Treffen der Ministerpräsidenten in Dresden von "Disproportionen" in den ARD-Finanzen.

Die Länderchefs wollen den Finanzausgleich bis Ende 2009 neu geregelt sehen - von der ARD selbst. Wowereit drohte: Komme kein einvernehmlicher Vorschlag aus der ARD, würden die Länder "eingreifen". Der Politiker sagte aber auch, es liege ja "in der Natur der Sache, dass die größeren Anstalten keine Anstalten machen, Geld abzugeben". Das ARD-Programm 2009 bietet also: Streit.

Autor:  DANIEL BOUHS
Datum:  25 | 10 | 2008
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
World Press Photo 2011
Das Bild des Jahres: Die 18-jährige Afghanin Bibi Aisha   war auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann, als die Taliban sie aufspürten.  Der Urteilsspruch: Verstümmelung. Aishas Mann schnitt ihr Nase und Ohren ab, während dessen Bruder sie festhielt. Das Porträt brachte der US-Fotografin Jodi Bieber den World Press Photo Award 2011 ein.

Die Präsentation des besten Pressefotos des Jahres ist immer ein Anlass, genauer hinzuschauen: FR-online.de erklärt mit Hilfe von interaktiven Imagemaps die Hintergründe zu drei ausgewählten Gewinnerbildern.

FR-Fernsehkritik
Ornella de Santis (links) hat es ins Finale von
„Unser Star für Baku“ 
Moderator Günther Jauch.
Günther Jauch 
Ivy Quainoo ist die neue Stimme Deutschlands.
Voice of Germany 

Video

Quiz
Dezember 2006.

Thomas Gottschalk hat sich bei "Wetten, dass..." verabschiedet. Er bewegt die TV-Nation. Testen Sie Ihr Wissen.

Quiz
Tatort-Logo

Seit 40 Jahren gibt's fast jeden Sonntag im Fernsehen Mord und Totschlag. Mit dem Tatort beweist das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer wieder seine Leistungsfähigkeit. Was wissen Sie über die Krimi-Reihe? Testen Sie's!

Fotostrecke
Zum Anbeißen: Der Zoo Hannover sorgt beim Füttern für die saisonal passende Deko. Das Erdmännchen hat offenbar seinen Spaß dran.

Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Genau die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.

Quiz
Der zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg holt seine Entlassungspapiere im Schloss Bellevue ab (03.03.2011).

Guttenberg hatte einen guten Grund. Aber weshalb sind Horst Köhler oder Richard Nixon abgetreten?

Quiz
Wissens-Test.

Politik, Sport, Wirtschaft - wie gut sind Sie informiert? Machen Sie den Test mit dem unterhaltsamen Tagesquiz.

Film

Die Filmwoche: Was läuft wann in welchem Kino? Alle Neustarts, alle Filme, alle Kinos, alle Zeiten.

Meistgeklickt
Auch Bettina Wulff wirkt müder als sonst - hier besichtigt sie Leonardo da Vincis
Bundespräsident Wulff in Italien 
Wütend nach dem Eintracht-Spiel in Düsseldorf: Heribert Bruchhagen.
Eintracht-Boss hadert mit Schiedsrichter und Schauspieler 
Diskussionen: Bamba Anderson redet auf Schiedsrichter-Assistent Jan Hendrik Salver ein.
Fußball-Kolumne Ballhorn (IV) 
Bayer Leverkusen Boss Holzhäuser