Frankfurt/Main. Der Hessische Rundfunk (HR) streicht seine Fernsehsendungen "Hessenjournal" und "Koch was draus". Statt "Hessenjournal" werde es eine neue werktägliche 15-minütige Nachrichtensendung am späteren Abend geben, teilte der HR in Frankfurt mit.
Beim HR-Fernsehen würden 2,9 Millionen Euro bis 2012 gespart. Im ganzen Sender würden 24 Stellen nicht wiederbesetzt. Auch freie Mitarbeiter müssten künftig Abstriche machen.
Bei seinem Radioprogramm auf sechs Wellen plant der HR bis 2012 Einsparungen in Höhe von 4,1 Millionen Euro. Der Betrieb der Mittelwelle werde 2010 komplett eingestellt.
Kultur wird gekürzt
Bei HR 3, der Jugendwelle YouFM und im Kinderprogramm von HR 2-Kultur werde gekürzt, kündigte der Sender an. Die Zahl der bislang rund 2000 Kulturveranstaltungen im Land werde um ein Drittel reduziert.
Insgesamt müssten 64 Millionen Euro bis 2012, dem Ende der laufenden Gebührenperiode, gespart werden.
Die Einsparungen seien wegen geringerer Werbeeinnahmen und Finanzerlöse notwendig, teilte der HR mit. Allein die GEZ-Einkünfte sollen bis 2012 um 26 Millionen Euro zurückgehen. Grund dafür seien weniger Neuanmeldungen, mehr gebührenbefreite "Hartz IV"-Empfänger und eine schlechte Zahlungsmoral vieler Zuschauer.
HR-Intendant Helmut Reitze erklärte: "Das wichtigste Ziel ist es, die Eigenständigkeit des HR zu erhalten. Dabei soll so wenig wie möglich im Programm gespart werden." Die Einsparungen lieferten "neue Spielräume für innovative Programmideen". (ddp)
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