Dieser Kram ist wichtig, und deswegen wollen wir erklären, was sich ändert.“ So eindringlich beginnt Googles Datenschutz-Chefin Alma Whitten ein Blog-Posting. Es geht darin um Nutzungsbedingungen – tatsächlich stellt der US-Internetriese Google seine Datenschutz-Regeln radikal um. Eine der Konsequenzen lautet: Google will noch mehr über seine Nutzer wissen.
Rund 60 Datenschutz-Bestimmungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen für verschiedene Google-Dienste sollen ab März zu einem einzigen Text zusammengeführt werden, wie das Unternehmen mitteilt. Dafür will der Konzern aber auch die Daten seiner Nutzer aus allen diesen Angeboten zusammenführen und miteinander verknüpfen. „Wir behandeln den Nutzer als ein- und dieselbe Person, auch wenn er verschiedene Google-Dienste verwendet – das macht die Nutzung unserer Produkte noch unkomplizierter und intuitiver“, erklärt Alma Whitten.
Bessere Suchergebnisse, passende Werbung
Ziel von Google ist es nach eigenen Angaben unter anderem, die Ergebnisse seiner Suchmaschine zu verbessern, Werbung passender auszuwählen und neue Funktionen durch das Verknüpfen der Dienste anbieten. „Wir können euch daran erinnern, dass ihr für ein Meeting spät dran seid – basierend auf eurem Standort, eurem Kalendereintrag und der Straßenverkehrs-Information in Google Maps“, nennt Whitten als Beispiel.
Eine EU-Kommission hat bereits einige Gesetzesvorschläge in der Pipeline, die gegen diese "Datensammmelwut" vorgehen und die Datenschutzrichtlinien transparenter machen sollen.
Google verspricht zugleich einen weiterhin transparenten Umgang mit den Daten seiner Nutzer. Diese sollen weiterhin detailliert festlegen können, was Google damit machen darf und was nicht.
So lässt sich beispielsweise die personalisierte Werbung ausschalten. Zudem werde Google Nutzerdaten nie verkaufen oder ohne Zustimmung des Nutzers weiterreichen, erklärte der Konzern – es sei denn, er werde gerichtlich dazu gezwungen.
Nicht einverstanden? Dann Konto löschen
Betroffen von den Änderungen sind vor allem Nutzer, die ein Google-Konto haben – für den E-Mail-Dienst Google Mail, den Kalender oder für das soziale Netzwerk Google+. Wer mit den neuen Regeln nicht einverstanden ist, muss sein Konto vor dem Inkrafttreten am 1. März löschen. (mit afp)
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