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12. Juli 2013

Frauenfußball-EM: ZDF blamiert sich mit Werbespot

So sieht also die Waschküche des ZDF aus.  Foto: dpa

Ein misslungener Werbespot für die Frauenfußball-EM bringt dem ZDF im Internet Häme und Spott ein. Chefredakteur Peter Frey aber will es mit der „political correctness nicht übertreiben".

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Ein lustig gemeinter Werbespot für die Fußball-EM der Frauen hat dem ZDF Sexismus-Vorwürfe eingebracht. In dem etwa 20 Sekunden langen Film steigt eine junge Frau im Dress der Nationalelf in einen Waschkeller hinab, dribbelt einen verschmutzten Ball und schießt ihn dann in die Trommel einer Waschmaschine. In der Trommel wird der Ball gewaschen, während die Spielerin oben drauf sitzt. Dann sagt eine Frauenstimme aus dem Off den Satz „Ball sauber in Schweden“ und wirbt für die ZDF-Übertragung des Spiels Deutschland-Niederlande am Donnerstag aus Vaxjö (Schweden). Der Werbefilm löste bei Twitter und Facebook Kritik und Spott aus.

Der Mainzer Sender stellte sich am Freitag offensiv den Vorwürfen. Die Onlinenutzer redeten „nicht wirklich positiv“ über diesen Spot, sagte der Social-Media-Verantwortliche beim ZDF, Michael Umlandt, im „Morgenmagazin“. Das negative Feedback überwiege.

Stellvertretend zitierte Umlandt zunächst einen Twitter-Kommentar: „Liebes ZDF, eure sexistischen Rollenklischees könnt ihr euch sonst wohin stecken!“. Ein Facebook-Posting, die der Social-Media-Experte dann als weiteres Beispiel herausgriff: „Fußball hat absolut nichts mit Wäsche waschen zu tun und wenn es um Männerfußball ginge, würde niemand auf so einen Schmunzelspot kommen.“ Ihm sei so eine Kritikwelle an einem ZDF-Werbefilm neu. „Die User haben sonst positiv auf unsere Spots reagiert und haben die eigentlich immer sehr, sehr lustig gefunden. Das ist das erste Mal, dass wir mit einem Spot wirklich anecken.“

ZDF-Chefredakteur Peter Frey warb für Gelassenheit: „Ich finde, wir sollten es mit der political correctness nicht übertreiben. Ein Spot soll ja auffallen, der soll Interesse erwecken. Das ist in der Angelegenheit wirklich gelungen. Da guckt man hin; und damit ist die Sache für mich wirklich auch erledigt.“ (dpa)

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