Nürnberg/Berlin. Wegen eines neu eingeführten Artikeldienstes für Zeitungen und Zeitschriften ist die Bundesagentur für Arbeit (BA) ins Visier des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) geraten.
Die Bundesbehörde versuche auf diese Weise, Medien in ihrem Sinne zu beeinflussen, kritisierte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in einer Mitteilung vom Dienstag. Zu kritischem Journalismus gehöre eigene Recherche unabdingbar dazu. Journalisten sollten daher die BA-Themendienste "links liegen lassen".
Für bedenklich hält der Journalistenverband, dass die Bundesagentur nur eine unbearbeitete Übernahme der Textbeiträge in den jeweiligen Medien erlaubt.
BA-Sprecher John-Philip Hammersen wies die Kritik zurück. Die Nutzungsbedingungen sollten nur einen Missbrauch der Texte und Bilder verhindern, sagte er der dpa. Man wolle nicht, "dass sich einer unserer Interview-Partner durch die völlige Umarbeitung eines Artikel nicht wiederfindet". Der Dienst diene dazu, die Inhalte der häufig trockenen BA-Pressemitteilungen in einer gefälligen Form zu erläutern. (dpa)
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