Die Popkultur ist voller Geister. Schemenhafte Wesen, wie einem Traum entsprungen, doch wenn man sie oft genug beim Namen nennt, werden sie real. So schrieb der Autor William Gibson 1984 den Roman "Neuromancer". Darin jagen coole Typen nach Informationen in einem globalen Datennetz, das aussieht wie ein LSD-Trip in Neonfarben - Gibson nannte das den "Cyberspace". Davon lasen nicht nur Science-Fiction-Fans, sondern auch Computerwissenschaftler. Die Vision war so einleuchtend, dass sie wahr werden musste.
Wahr wird in Kürze vielleicht auch endlich der Apple Tablet: ein tragbarer Rechner mit Touchscreen, ein zehn Zoll großer Riesen-iPod-Touch sozusagen, der ab Anfang 2010 in den Läden stehen soll. Über dieses revolutionäre Gerät ist schon so viel geschrieben worden, dass man sich fragt, warum es auf der Website nicht vorbestellt werden kann? Die simple Antwort: Apple hat nicht einmal bestätigt, überhaupt an solch einem Gerät zu arbeiten, geschweige denn, es zu verkaufen.
Verlinkt heißt die Kolumne, in der Marin Majica und Patrick Beuth jeden Mittwoch über die Welt der neuen Medien schreiben.
Das hält die Nutzer im Internet freilich nicht davon ab, über den Tablet zu fabulieren. Es ist wie mit dem legendären Flugplatz, der Area 51 im US-Bundesstaat Nevada. Mittlerweile gibt es so viele Berichte über Ufo-Sichtungen dort, dass es absurd scheint, nicht an Ufos zu glauben.
Ebenso absurd wäre es, wenn Apple keinen Tablet baut. Apple hat den iPod und das iPhone erfunden, warum nicht auch den iTablet? Der Konzern Microsoft jedenfalls fürchtet das Gespenst so sehr, dass er Bilder eines eigenen Tablet PC im Internet lanciert.
Am Montag machte nun die Meldung die Runde, Apple habe sich das Marke "TabletMac" schon 2008 geschützt. Fast zeitgleich meldete eine Internetstatistik-Firma, in Kalifornien Geräte mit einer ungewöhnlichen Signatur registriert zu haben, und Apple sitzt in Kalifornien. Das neue iPhone in der Testphase? Apple Tablets, die auch telefonieren können? Ufos, die sich Pornos aus dem Internet laden wollen? Die Geisterjäger haben Konjunktur.
Verlinkt heißt die Kolumne, in der Marin Majica und Patrick Beuth jeden Mittwoch über die Welt der neuen Medien schreiben.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Genau die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.