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Editorial: Liebe Leserinnen, liebe Leser...

In eigener Sache: Die Frankfurter Rundschau verändert ihre Struktur. Mit der Gründung der DuMont Redaktiongemeinschaft kommen neue Autoren dazu. Eine Erweiterung unseres Spektrums.

Brigitte Fehrle ist Chefredakteurin der Dumont-Redaktionsgemeinschaft mit Sitz in Berlin.
Brigitte Fehrle ist Chefredakteurin der Dumont-Redaktionsgemeinschaft mit Sitz in Berlin.
Foto: FR

Vom heutigen Tag an erweitert die Frankfurter Rundschau ihr Leseangebot aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Weil wir damit auch neue Wege beschreiten, möchten wir Ihnen diese Veränderung besonders vorstellen.

Wie im Journalismus üblich, das Wichtigste zuerst: Die Zahl unserer Autorinnen und Autoren wird deutlich größer. Dabei sind Ihnen viele Namen vertraut. Die Kolleginnen und Kollegen haben seit Jahren als politische Korrespondenten in Berlin gearbeitet oder waren am Stammsitz der Rundschau in Frankfurt tätig. Andere Namen kommen hinzu. Es sind Kolleginnen und Kollegen, die bisher vor allem für die Berliner Zeitung geschrieben haben. Künftig arbeiten sie zusammen in der "DuMont Redaktionsgemeinschaft", einer Organisation der vier Abonnement-Zeitungen, die in der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg erscheinen.

Zur Sache

Die DuMont-Redaktionsgemeinschaft hat ihren Sitz in Berlin. Aus der Hauptstadt berichten Korrespondenten über Bundespolitik, Parteien und Verbände, über wichtige Themen in den Bundesländern sowie gesellschaftliche Fragen wie Migration, Integration oder Gesundheit. Das Team arbeitet im Haus des Berliner Verlags in der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz.

Am Standort Frankfurt am Main ist das Wirtschaftsteam der Redaktionsgemeinschaft angesiedelt. Aus dem Redaktionsgebäude der Frankfurter Rundschau, dem Depot in Sachsenhausen, berichten die Korrespondenten über das Wirtschaftsleben, die Finanzierungsbedingungen der Volkswirtschaft sowie die sozialen Fragen der Arbeitswelt.

Die Redaktionsgemeinschaft ist ein neues Konzept im deutschen Journalismus: Sie ist einerseits Dienstleister der Redaktionen, beliefert sie mit Artikeln, Interviews, Analysen und Reportagen. Andererseits ist die Redaktionsgemeinschaft fest eingebunden in die konzeptionelle Entwicklung und Planung der Blätter. Sie ist somit also eng verwoben mit den Redaktionen der an ihr beteiligten Zeitungen.

Beteiligt sind an der Redaktionsgemeinschaft die Berliner Zeitung, die Frankfurter Rundschau, der Kölner Stadt-Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle zu je 25 Prozent.

Alle vier Abo-Titel gehören ganz oder mehrheitlich zum Kölner Verlagshaus M. DuMont Schauberg (MDS). Der Kölner Stadt-Anzeiger ist schon seit seiner Gründung im Jahr 1876 im Familienbesitz. 1991 kaufte MDS zunächst die Mitteldeutsche Zeitung dazu, die bis zur Wende den Titel Freiheit trug. Im Jahr 2006 erwarb das Verlagshaus 50 Prozent plus einen Anteil an der Frankfurter Rundschau. Seit Frühjahr 2009 ist auch die Berliner Zeitung mehrheitlich im Besitz von MDS.

Die Auflage der vier an der Redaktionsgemeinschaft beteiligten Titel liegt bei rund 750.000 Exemplaren. Damit erreichen sie rund 2,5 Millionen Leserinnen und Leser täglich. Die Berliner Zeitung ist die stärkste Abo-Zeitung in Berlin, die Frankfurter Rundschau ist eine überregionale Zeitung und besonders stark im Rhein-Main-Gebiet. Die Mitteldeutsche Zeitung erscheint in und um Halle in Sachsen-Anhalt und der Kölner Stadt-Anzeiger hat sein Verbreitungsgebiet in Köln und Nordrhein-Westfalen.

Die neue Redaktionsgemeinschaft arbeitet in enger Abstimmung mit der Chefredaktion sowie den Ressorts Politik und Wirtschaft. In gemeinsamen Konferenzen entwickeln wir aus unserer Themenplanung und den Vorschlägen der Redaktionsgemeinschaft ein umfassendes, hochwertiges Angebot - mit exklusiven Nachrichten, großen Interviews, Hintergrundartikeln sowie Kommentaren.

Unsere Korrespondenten sind an zwei Standorten tätig: in der Bundeshauptstadt Berlin sowie in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt. Aus Berlin schreiben sie nicht nur klassisch über die Arbeit der Regierung, des Bundestags und der Parteien. Vielmehr nehmen sie auch all das in den Blick, was unsere Gesellschaft bewegt: Fragen nach der Zukunft der Umwelt, nach dem Zusammenleben von Einheimischen und Migranten, Fragen nach der Bedrohung unserer Freiheit durch Terror und Extremismus, Fragen nach Krieg und Frieden.

Wir werden Debatten führen und mit noch mehr Energie die investigative Recherche betreiben, die Sie von Ihrer Frankfurter Rundschau gewohnt sind und mit der wir das Wort vom "Wächteramt der Presse" mit Leben erfüllen. Gleiches gilt für den Redaktionsstandort Frankfurt, von wo aus unsere Korrespondenten Ihnen die Welt der Wirtschaft erklären, das Geschehen auf den Finanzmärkten untersuchen und Unternehmen unter die Lupe nehmen.

Wir sind stolz darauf, nicht nur eine der bundesweit größten Redaktionen ihrer Art gebildet, sondern auch eine Riege exzellenter, renommierter Journalisten versammelt zu haben, die für die publizistische Landschaft in Deutschland mit prägend sind. In einer Zeit großer Umbrüche und Herausforderungen für die Tageszeitungen bündeln wir unsere Kräfte und setzen entschieden auf journalistische Qualität, weil wir wissen, dass Sie - unsere Leserinnen und Leser - genau das von uns erwarten.

Bewährtes bewahren, Kompetenzen stärken, Perspektiven erweitern - mit diesem Programm tritt die neue Redaktionsgemeinschaft an. Wir sind sicher, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, den Gewinn haben werden.

Wir grüßen Sie herzlich

Joachim Frank und Rouven Schellenberger

Einen Überblick über die Mitglieder und Aufgaben der Mitglieder der Dumont-Redaktionsgemeinschaft finden Sie hier.

Datum:  26 | 4 | 2010
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