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Mediengruppe M. DuMont Schauberg: Junge Offensive

Beim Neujahrsempfang der Mediengruppe M. DuMont Schauberg kündigt der Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Neven DuMont an, dass es im Jahr 2012 um die Aufgaben "Verjüngung und Elektronik" gehe.

        

Christian DuMont Schütte, Isabella Neven DuMont, Franz Sommerfeld,  Eberhard Klein und Alfred Neven DuMont  (v. l. n. r.).
Christian DuMont Schütte, Isabella Neven DuMont, Franz Sommerfeld, Eberhard Klein und Alfred Neven DuMont (v. l. n. r.).
Foto: Max Grönert

Mit einer digitalen Offensive startet die Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) in das Jahr 2012. „Verjüngung und Elektronik – das sind die Aufgaben, die vor uns liegen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Neven DuMont bei einem Neujahrsempfang vor leitenden Mitarbeitern im Neven DuMont Haus. Die Zahl der User von Online-Auftritten und Tablet-Angeboten liege inzwischen gleichauf mit der Leserschaft der gedruckten Zeitungen, die von MDS verlegt werden. Zu ihnen gehören unter anderem die Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau.

Für die Mediengruppe erläuterte Vorstand Christian DuMont Schütte, dass sich die künftige digitale Strategie gleichermaßen auf Bezahl-Angebote wie die Apps für Tablet-PCs und auf reichweitengestützte Internet-Auftritte stützen werde. Darin würden auch Tochterunternehmen wie lokale Anzeigenblätter, Radio- und Fernsehsender einbezogen. Sichtbare Erfolge erwartet MDS bereits bis Ende des Jahres.

Geduld und Konsequenz

Vorstand Isabella Neven DuMont nannte die Zeitungs-Apps „unsere Hoffnungsträger“. DuMont Schütte machte deutlich, dass sich das Unternehmen weiterhin kraftvoll gegen den Strukturwandel in der Medienbranche stemmen müsse. Dessen Wucht sei ungebrochen und erreiche MDS auch dort, wo das Unternehmen selbst gut aufgestellt sei und erfolgreich wirtschafte. Die im Jahr 2011 erfolgte Umstrukturierung bei der Frankfurter Rundschau, deren überregionaler Teil jetzt in Berlin produziert wird, hat nach DuMont Schüttes Worten die Qualität verbessert und zu signifikanten Einsparungen geführt. Die Anstrengungen zur wirtschaftlichen Gesundung müssten allerdings fortgesetzt werden. Alfred Neven DuMont sprach von einem „dornigen Weg“, an dessen Ende jeder einzelne Unternehmensbereich profitabel sein müsse. „Wir gehen diesen Weg mit Geduld, aber auch mit Konsequenz.“

In seiner Rede dankte der Verleger und Herausgeber seiner Tochter Isabella, die vor einem Jahr in die Unternehmensführung eingetreten war. Diese hob „Leidenschaft, Kompetenz und Kreativität“ an allen Standorten hervor, „Qualitäten, die erfolgreiche Unternehmen so sehr brauchen“. Mit einem eigenen Programm für den Führungskräftenachwuchs investiere MDS in die Zukunft junger Mitarbeiter und in die Zukunft der Mediengruppe.

An dem Empfang nahm auch Christian DuMont Schüttes Vater Dieter Schütte teil. Mit „liebevollem Blick“ auf den fast 89-Jährigen erinnerte sein Sohn an „40 Jahre operativer Arbeit“ des langjährigen früheren Verlegers im Hause MDS.

Eingangs hatte Alfred Neven DuMont den langjährigen Sprecher der MDS-Gruppengeschäftsführung, Heinz Kiegeland, in den Ruhestand verabschiedet. Er würdigte die „großartige Arbeit“ des 68-Jährigen. Kiegeland hatte nach der Wende die Geschäftsführung des Mitteldeutschen Druck- und Verlagshauses in Haale/Saale übernommen. Von 1994 bis 2008 war Kiegeland Mitglied der MDS-Geschäftsführung, von 2002 bis 2008 zugleich deren Sprecher.

Isabella Neven DuMont schloss mit einem positiven Ausblick auf das begonnene Jahr. Sie betonte dabei den Gemeinschaftssinn der Mitarbeiter und den Zusammenhalt aller Teile „unseres einen großen Hauses“.

Autor:  Joachim Frank
Datum:  20 | 1 | 2012
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