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Medien

21. Juni 2013

Michael Hastings: Autounfall - oder doch Mord?

Michael Hastings im Mai 2012.

Der Tod des Journalisten Michael Hastings, der in den USA für Wirbel mit Afghanistan-Berichten sorgte, entfacht neue Spekulationen. Hastings arbeitete bis zu seinem Tod an einer Enthüllungs-Story über die CIA. Hat die Obama-Regierung einen Star-Reporter umbringen lassen?

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Der Tod des US-Reporters Michael Hastings ruft jetzt die Verschwörungstheoriker auf den Plan. Der 33-Jährige, der durch die Berichte, die zur Entlassung des in Afghanistan tätigen US-Generals Stanley McChrystal führten, bekannt geworden war, kam am Dienstag bei einem Autounfall in Los Angeles ums Leben. Da die Ursache dafür bislang noch ungeklärt ist, bleibt viel Raum für Spekulationen. Die jüngste stammt von der Verschwörungstheorien-Webseite „Infowars“, laut der Hastings aufgrund seiner Recherchen zu einer Geschichte über den amerikanischen Geheimdienst CIA ermordet worden sein soll.

Überwachung vom FBI

Unmittelbar nach dem Tod des US-Journalisten begannen diverse Vermutungen im Internet zu kursieren. „Gebt es zu, Michael Hastings’ Tod ist seltsam und unheimlich“, kommentierte ein Blog die Ereignisse. Ein anderer warf die Frage auf: „Hat die Obama-Regierung einen Star-Reporter umbringen lassen?“ Bis dato alles nur Vermutungen, berichtete das „New York Magazine“. Dass diese nicht außer Acht zu lassen sind, machte Wikileaks am Mittwoch bei Twitter deutlich: „Bei Michael Hastings’ Tod gibt es sehr ernst zu nehmende, nicht-öffentliche Verstrickungen.“

Nur drei Stunden nach dem Tweet der Enthüllungsplattform folgte ein weiterer darüber, dass Michael Hastings nur einige Stunden vor seinem Tod Wikileaks-Anwältin Jennifer Robinson kontaktiert haben soll, um ihr mitzuteilen, dass er vom FBI überwacht werde. Auch „Buzz-Feed“-Redakteur Ben Smith bestätigte, dass Hastings, kurz bevor er starb, besorgt gewesen sein soll, unter der Beobachtung der amerikanischen Ermittlungsbehörde zu stehen.

Leiche nicht identifiziert

Laut „Infowars“ seien das und die Tatsache, dass Hastings an einer Geschichte über den US-Geheimdienst CIA gearbeitet haben soll, „berechtigte Hinweise darauf, dass Michael Hastings ermordet wurde“. Bevor die für Verschwörungstheorien bekannte Internetplattform dieses Statement am Donnerstag veröffentlichte, hatte sie bereits am Mittwoch dazu angemerkt: „Journalisten, die sich mit der Regierung und der militärischen Macht anlegen, sterben oft unter mysteriösen Umständen.“

Offiziell ist bisher nur bekannt: Hastings’ Fahrzeug ist nach Angaben der Polizei am Dienstagmorgen von der Straße abgekommen und mit erhöhter Geschwindigkeit durch eine Leitplanke an einen Baum gerast. „Es klang wie eine Bombe, die mitten in der Nacht hochging“, sagte ein Augenzeuge den lokalen Nachrichten. Der Körper konnte wegen starker Verbrennungen noch nicht identifiziert werden. Die Untersuchungen dauern an. (dpa)

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