Bremen. Schnelles Ende eines lang geplanten Projekts: Nach nur zwei Nummern hat die "neue bremer zeitung" (nbz) ihr Erscheinen eingestellt. Zwei freie Journalisten wollten mit dem alle zwei Wochen erscheinenden Blatt ein Gegengewicht zum lokalen Weser-Kurier schaffen (FR vom 15.9.08). Doch sie fanden zu wenig Anzeigenkunden, um die Zeitung dauerhaft finanzieren zu können.
Der Hauptanteilseigner, Verleger und verantwortliche Redakteur Alexander Schnackenburg sagte der FR, es habe zwar einen Markt für die nbz gegeben, aber sie habe nicht genügend Mittel gehabt, um richtig gute Anzeigenverkäufer bezahlen zu können. Statt nun "schnurstracks auf die Insolvenz zuzusteuern", habe man sich lieber für eine ordentliche Geschäftsaufgabe entschieden. "Das ist natürlich bitter", meinte Schnackenburg.
Der 36-Jährige hatte mehr als vier Jahre lang an Konzepten für eine Wochenzeitung gearbeitet, bis er sich mit dem Werbekaufmann Carsten Borgmeier zusammentat und die Gründung wagte. Borgmeier hoffte, einen Großteil der 15 000 Exemplare kostenlos an Haushalte in Gutverdiener-Stadtvierteln zu verteilen, um das Blatt dadurch für Werbekunden interessant zu machen - vergeblich. stg
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.