Medien

08. November 2012

Raab-Talkshow "Absolute Mehrheit": Altmaier sagt Raab-Show ab

Dem Umweltminister wird's zu bunt: Die Spekulationen, er habe Einfluss auf die Gästeliste der neuen Raab-Talkshow genommen, seien "schlicht falsch", sagt er - und mag jetzt selbst nicht mehr in die Sendung kommen. Foto: dapd

Raab muss ohne Altmaier auskommen: Der Umweltminister sagt nach dem Wirbel um die Ausladung des Grünen-Politikers Volker Beck aus der Polit-Talkshow seine Teilnahme überraschend ab.

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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat seine Teilnahme an Stefan Raabs neuer ProSieben-Show „Absolute Mehrheit“ abgesagt. Dies sagte Altmaier dem Nachrichtenportal „Spiegel Online“. Eine Begründung wurde nicht genannt.

Der CDU-Politiker sollte an diesem Sonntag (22.45 Uhr) in der Show, in der es um soziale Netzwerke, Steuergerechtigkeit und Energiewende geht, neben Thomas Oppermann (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP) und Jan van Aken (Linke) als Diskutant sitzen. Ein „politikinteressierter Bürger ohne öffentliches Amt“ sollte laut ProSieben der Fünfte in der Runde sein. Wer Altmaier ersetzt, war am Donnerstag zunächst noch offen.

Am Vortag hatte es schon Wirbel um die Ausladung des Grünen-Politikers Volker Beck aus der Sendung gegeben. Eine Raab-Assistentin hatte nach Angaben von Becks Büroleiter Sebastian Brux die Ausladung damit begründet, dass es „um die Augenhöhe der Gäste ging“. Später habe es geheißen, Altmaier wäre nicht gekommen, wenn Beck auch Gast gewesen wäre. Der Minister widersprach der Darstellung der Raab-Assistentin bereits am Mittwoch via Twitter: „Die Behauptung ist schlicht falsch. Ich bin mit Volker Beck befreundet, war mit ihm in vielen Talkshows und werde das gerne auch wieder tun.“

Becks Büroleiter Brux sagte am Donnerstag „Handelsblatt Online“ zur Auswahl der Gäste: „Es ist ein schlechter Start für eine politische Talkshow, wenn der Eindruck entsteht, dass die Regierung bestimmt, wer in die Sendung kommt und wer nicht.“

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer wollte die Vorwürfe bereits am Mittwoch nicht kommentieren. Er sagte, welche Gäste in die Sendung eingeladen würden, sei eine Entscheidung der Redaktion.

In der Sendung stimmen die Zuschauer nach jeder der drei Runden per Telefon und SMS ab, welcher Talk-Gast sie am meisten überzeugt hat. Der Gast mit den wenigsten Anrufen hat zwar nicht mehr die Chance auf die Siegprämie von 100.000 Euro, darf sich aber weiter an der Diskussion beteiligen. Die erste Ausgabe der Raab-Sendung „Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen“ soll am Sonntag (11. November, 22.45 Uhr) ausgestrahlt werden.

Sollte es in der Finalrunde einem der drei Finalisten gelingen, mehr als 50 Prozent der Anrufe und damit die absolute Mehrheit auf sich zu vereinen, erhält er 100.000 Euro. „Was der Politiker damit macht, stellen wir ihm frei. Er muss sie nicht spenden“, sagte Raab dem Magazin „Stern“. Gelingt dies keinem der Gäste, fließt die Gewinnsumme in den Jackpot für die nächste Show. Unterstützt wird Raab von ProSiebenSat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg, der am Ende jeder Gesprächsrunde das Geschehen zusammenfasst und analysiert. (dpa/dapd)

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