Fast eine Woche ist es her, dass sich Monica Lierhaus auf spektakuläre Weise in der Öffentlichkeit zurückgemeldet hat. Nicht nur in den einschlägigen Illustrierten, auch in Leitartikeln, an Frühstückstischen oder am Arbeitsplatz ist ihr Auftritt bei der Goldenen Kamera Thema.
In einem Punkt stimmen alle Kommentatoren überein: Im Wunsch, die ehemalige „Sportschau“-Moderatorin möge möglichst bald ganz gesund werden. Ansonsten gehen die Ansichten über ihren Auftritt weit auseinander. Die einen finden ihn einfach nur bewegend, anderen war die Inszenierung mitsamt öffentlichem Heiratsantrag zu viel des Kitschs. Wieder andere bewundern Lierhaus’ Mut, trotz der sicht- und hörbaren Folgen der missglückten Operation vor ein Millionenpublikum zu treten. Und schließlich gibt es jene, die finden, Lierhaus habe in diesem Moment ihre Würde verloren, man hätte sie vor dieser Zurschaustellung schützen sollen.
Wie in einem Kokon
Ein enger Vertrauter von Lierhaus sagt, zuletzt habe die 40-Jährige wie in einem Kokon gelebt – einem Kokon ohne jegliche Energie. Fünfmal in der Reha den Flur hoch- und wieder herunterzulaufen, bringe nun einmal nicht den notwendigen Energieschub für einen weiterhin erfolgreichen Genesungsverlauf. Im Gegenteil: Dort sehe man vor allem mut- und kraftlose, kranke Menschen. Lierhaus sei zuletzt in einer Phase angekommen, in der sie eine Perspektive gebraucht habe und das Gefühl, wieder etwas zu tun, worüber sie sich in ihrem ersten Leben definiert hat und das ihr Spaß bereitet – das sei nun einmal ihre frühere Arbeit als öffentliche Person vor der Fernsehkamera.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.