Sie sind – nach dem legendären Henri Nannen – die am längsten amtierenden Chefredakteure des Sterns, und allein die Dauer von fast 14 Jahren an der Spitze dieses als unlenkbar geltenden Magazins muss einem Respekt abnötigen.
Doch nun kommt auch für Thomas Osterkorn und Andreas Petzold der Zeitpunkt, die Führung des Blattes aus der Hand zu geben. Am 1. Mai wird sie Dominik Wichmann ablösen, bis dahin ist er ab sofort gleichberechtigter Co-Chefredakteur. Petzold wechselt im Mai auf den Posten des Stern-Herausgebers, Osterkorn verlässt das Magazin am Ende des Jahres, um im Range eines Chefredakteurs für Sonderaufgaben den Vorstand des Stern-Verlags Gruner+Jahr zu beraten.
Der Neue, Dominik Wichmann, ist seit Juli 2011 stellvertretender Chefredakteur des Sterns. Osterkorn und Petzold haben ihn damals vom Magazin der Süddeutschen Zeitung (SZ) geholt, dessen Redaktion er elf Jahre lang leitete – ebenfalls eine rekordverdächtige Zeitspanne. Seinen Beruf lernte Wichmann an der Berliner Journalisten-Schule, in München und Harvard studierte er anschließend Politikwissenschaft, Amerikanistik und Philosophie.
Das SZ-Magazin führte Wichmann in ruhige Fahrwasser, nachdem die Affäre um die gefälschten Interviews des US-Korrespondenten Tom Kummer der Beilage viele negative Schlagzeilen eingebrachte hatte.
Seine Aufgabe beim Stern dürfte nun etwas anders geartet sein. Das Magazin verliert – wie andere auch – stetig an Auflage. Nicht Ruhe scheint gefragt zu sein, sondern Aufbruch. In einem Interview sagte Wichmann schon vor einigen Monaten, es gelte, den Stern evolutionär zu modernisieren. Auch gedruckte Medien wie der Stern müssten als Marken begriffen und als erstes digital gedacht werden. (mi.)
"Was können die Leserinnen und Leser jetzt tun, um der Frankfurter Rundschau zu helfen?", fragte die FR den Insolvenzverwalter Frank Schmitt im Interview.
Seine Antwort: An den Kiosk gehen und die Frankfurter Rundschau kaufen und Anzeigen schalten. "Alles, was aktuell zum Umsatz beiträgt, ist hilfreich."
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