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Medien

02. Januar 2013

Tatort München: Tatort-Fans wollen Gisbert zurück

 Von 
Eckig: Profiler Gisbert (Fabian Hinrichs). Foto: Kerstin Stelter

Er kam, sah und starb. Gisbert Engelhardt, die kurze Verstärkung für die Münchener Tatort-Komissare Leitmayr und Batic kam gut bei den Fans an. Darum hagelte es spontan Protest auf Facebook.

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Um eine Verstärkung hatten sie gebeten, die Kommissare Leitmayr und Batic, sie haben eine bekommen. Und was für eine! Gisbert Engelhardt – welch ein Name für einen so energischen und einfallsreichen jungen Mann wie diesen Profiler, der den Silberhäuptern von der Münchener Mordkommission am Sonntag zur Seite gestellt wurde. Kaum angekommen, filterte Gisbert die Stimme des Täters aus einem Mailbox-Mitschnitt, in dem Batic und Leitmayr nur statisches Rauschen gehört hatten. Er stellte eine Serientäter-Hypothese auf, die sich als richtig erweisen sollte. Er ermittelte erste Verdächtige – und ging den beiden Platzhirschen mit seiner Umtriebigkeit und seiner Verweigerung eingeübter Rituale – Mittagessen in der Kantine! – auf die Nerven. Dann war Gisbert tot.

So liebevoll eingeführte und wunderbar skurril gezeichnete Nebenfiguren wie der von Fabian Hinrichs gespielte Gisbert sind selten im „Tatort“. Deshalb überraschte es kaum, dass sich bereits kurz nach seinem Ableben Protest regte. Das Zeit-Magazin, auf Facebook längst anerkanntes Fachblatt für die „Tatort“-Berichterstattung, schrieb dort: „Wir wollen Gisbert wieder!“, fast 2700 Nutzer stimmten zu. Kurz darauf wurde die Facebook-Seite „Wir wollen Gisbert Engelhardt zurück“ eingerichtet, die schon 730 Menschen gefällt. Immerhin.

Nerd mit unbequemen Ecken

„Mich, eine Teilzeit-‚Tatort‘-Schauerin, hat es fasziniert, endlich mal einen Nerd mit unbequemen Ecken in diesem Senioren-Team zu erleben“, erzählt die Initiatorin der Seite, eine in Zürich lebende Deutsche. Es sei natürlich utopisch, auf Gisberts Rückkehr zu hoffen, aber sie wolle diesen besonderen „Tatort“ ein wenig länger strahlen lassen.

Was waren die Gründe für Gisberts frühen Tod: Hat Fabian Hinrichs eine Millionen-Gage gefordert? Hat die Stammbesetzung mit ihm gefremdelt und ihn rausgeekelt? „Das war so geplant“, versichert Drehbuchautor und Regisseur Alexander Adolph. Gisbert sei für Batic und Leitmayr „der größtmögliche Quälgeist“ gewesen, daraus entstehe die Komik – und die Tragik. „Es sollte jemand sterben, der uns ans Herz gewachsen ist“, erklärt Adolph seinen Plan. Er ist voll aufgegangen.

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