Medien

23. November 2012

The Voice of Germany: Die erste "Voice"-Liveshow

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Die Balkengraphik zeigt, wer weiterkommt: Jurypunkte (rot) und Zuschauerstimmen (weiß) werden dabei addiert.  Foto: SAT.1/ProSieben/Richard Hübner

Das war sie also, die erste Liveshow von "The Voice of Germany". Ab jetzt bestimmen Jury und Publikum gemeinsam, wer weiter kommt - und waren zwar oft, aber nicht immer einer Meinung.

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Live vor ein Millionenpublikum treten - das verlangt den "Voice of Germany"-Sänger und Sängerinnen dann doch noch mal eine Ecke mehr ab als in den Battle-Shows. Ab jetzt treten sie auch nicht mehr im Doppelpack auf die Bühne, sondern allein. Nur die Entscheidung fällt weiter wie gewohnt jeweils zwischen zwei der Kandidaten. Neu ist auch, dass das Publikum mitbestimmen darf, per Telefonvoting. Zuvor geben die jeweiligen Coaches ihre Wertung ab. Dafür schieben sie medienwirksam eine Balkengraphik auf einem Touchscreen an ihrem Jury-Sessel rauf und runter, vergeben so deutliche Punkteverteilungen wie "55 Prozent an Kandidat eins und 45 Prozent an den anderen". Die Zuschauerstimmen werden dann obendrauf gerechnet.

Nicht immer sind sich dabei Publikum und Jury einig, wen sie lieber in der nächsten Liveshow sehen möchten - und das bringt durchaus auch die ein oder andere Überraschung mit. So flog Michelle Pereira, die Italienerin mit der Hammerstimme, aus dem Rennen - trotz einer Gänsehaut-Version von Beyoncés "If I Were A Boy" musste sie sich der 20-jährigen Bianca Böhme geschlagen geben. Auch die Entscheidung von Xavier Naidoo wurde vom Publikum geflissentlich ignoriert: Der Soulsänger hätte den Friseur Marcel Gabriel mitgenommen, die Zuschauer wählten aber Mädchenschwarm Jesper Jürgens in die nächste Runde.

Ohne Notar läuft nichts

Nach wie vor ist das Niveau der gesanglichen Darbietungen sehr hoch, die Coaches wählen einige gewagte, aber durchaus auch spannende Coverversionen. So singt Rob Fowler eine ganz wunderbare Akustik-Kuschelversion von Michael Jacksons "Billy Jean", die fast ein bisschen wie Metallicas "Nothing Else Matters" klingt. Der 24-jährige Rocker Michel Schmied vergreift sich allerdings mit seiner Version von Talk, Talk, Talks "It's A Shame" in Nickelback-Manier und wird dafür von den Zuschauern abgestraft.

Zuweilen zieht sich die Entscheidung aber etwas zäh dahin - vor allem, weil das Ergebnis des Telefonvotings jedes Mal noch höchstoffiziell von einem Notar bestätigt werden muss. Der wirkt in seinem grauen Anzug an seinem Schreibtischchen mitten in der knallbunten Vodafone-Kandidaten-Aufenthaltszone irgendwie fehl am Platz. Mit gestrengem Blick schaut er minutenlang in seinen Laptop und sagt dann immer erst mal: "Nein, ich kann das Ergebnis noch nicht freigeben." So zwingt er Co-Moderatorin Doris Golpashin dazu, noch irgendwelche Twitternachrichten zu verlesen oder einsilbige Interview zu führen ("Hi Michael, na, aufgeregt?" - "Ja."), um die Zeit zu überbrücken. Die mittlerweile eingefleischte Fangemeinde wird das nicht abhalten - Castinggucker sind dahingehend von DSDS und Co. sowieso ohnehin noch viel längere Leidenswege gewohnt.

Wer ist noch dabei, wer ist rausgeflogen? Sehen Sie alle Entscheidungen der ersten Liveshow in unserer Fotogalerie.

Die Teams in der Übersicht:

Team Nena:

Team Bosshoss:

Team Rea:

Team Xavier:

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