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Zeitungskrise: Abo kostet junge Franzosen nichts mehr

Vor nicht allzu langer Zeit hatte Ministerpräsident Sarkozy erklärt, der Staat müsse sich der kriselnden Presse mit 100.000 Mitarbeitern annehmen. Junge Franzosen kommen deshalb nun - wie angekündigt - in den Genuss kostenloser Abos.

Auch in Frankreich ist die Zeitungskrise voll angekommen.
Auch in Frankreich ist die Zeitungskrise voll angekommen.
Foto: dpa

Mit kostenlosen Abonnements will Frankreich seine jungen Erwachsenen wieder zu Zeitungslesern machen. Alle Franzosen sollen, wenn sie mit ihrem 18. Geburtstag volljährig werden, ein Jahr lang einmal pro Woche eine Zeitung ihrer Wahl frei zugestellt bekommen.

"Der Verlegerverband rechnet mit 200000 Abonnements bei einem Potenzial von 750000 jungen Leuten", erklärte Kulturministerin Christine Albanel nach einer Meldung des "Figaro".

Der Staat will fünf Millionen Euro für den Trägerdienst bereitstellen. Die Verleger geben die Zeitungen gratis. Das Projekt gehört zu dem 200 Millionen Euro schweren Hilfspaket für die Presse, das Präsident Nicolas Sarkozy im Januar vorgestellt hatte. Die Hälfte des Geldes sei bereits ausgegeben, sagte Albanel.

Sarkozy hatte im Januar erklärt, der Staat müsse sich der Presse mit 100.000 Mitarbeitern genauso annehmen wie der kriselnden Autobranche.

Als "erste Baustelle" nannte er die technologische Anpassung an das Internet. Online-Verleger würden von der Gewerbesteuer befreit. Fonds sollen steuervergünstigt in Presse- und Online-Titel investieren können. Außerdem erhöhte Sarkozy die Subventionen für das Austragen von Zeitungen von acht auf 70 Millionen Euro. Auch das Druckereiwesen soll modernisiert werden. (dpa)

Datum:  18 | 6 | 2009
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