München. Das Jahr 2009 wird für die deutschen Zeitungsverleger ein schwieriges Jahr, aber "nicht im Sinne eines Zusammenbruchs". Das sagte Richard Rebmann, Geschäftsführer der Südwestdeutschen Medienholding, beim so genannten Printgipfel der Münchner Medientage.
"Es gibt Verunsicherung bei den Kunden. Daher heißt die oberste Devise: die Situation ruhig analysieren". Auch die Jahre 1990/91 und 2002/2003 seien durch Krisen geprägt worden. Die seien aber nach einem bis anderthalb Jahren bewältigt worden.
Dirk Ippen, Verleger des Münchner Zeitungs-Verlags, sagte: "Wir stehen auf einem festen Fundament. Gerade die kleinen Zeitungen sind in diesem Land eine Erfolgsgeschichte." Dennoch glaube auch er, dass 2009 ein schwieriges Jahr werde, zumal der Papierpreis drastisch steigen werde. Die Zeitung bleibe attraktiv, wenn "fleißige Redakteure" ihr ein eigenes Profil gäben, ergänzte Ippen. Material, das er über Nachrichtenagenturen beziehe, sei auch im Internet verfügbar.
Christiane zu Salm, Gründerin des Mitmachsenders Neun Live und jetzt als Vorstand Cross Media bei der Hubert Burda Media, prognostizierte einen "Paradigmenwechsel" in der Printbranche. "Die Bilder lernen das Laufen", meinte zu Salm in Hinblick auf Bewegtbildangebote. "Das kann die Printbranche vom TV lernen.
Die Nutzung wird groß sein. Aber hinter der Refinanzierung dieser Angebote stehen noch große Fragezeichen. Dieses Feld wird für uns eine große Herausforderung sein." Auch bei den Werbeagenturen laufen derzeit die Gespräche für das kommende Jahr mit den Auftraggebern. "Alle sagen, dass es schlechter wird, damit es letztlich dann auch so wird", sagte Sebastian Turner von der Agentur Scholz & Friends. Ob er seinen Kunden nun rate, weiter auf die Zeitung oder doch mehr auf Online zu setzen?: "Die denken nicht so schematisch. Ich sage ihnen immer:"Geht in Ideen"". (dpa)
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.