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11. November 2013

"Alternative für Deutschland": Der größte Feind der AfD

 Von 
Teilnehmer einer Demonstration der Alternativen für Deutschland (AfD)  Foto: dpa

Die AfD hat sehr gute Chancen, bei der Europawahl die 3-Prozent-Hürde zu überspringen. Mit ihrer Ablehnung gegenüber der EU zieht die Partei vor allem Rechtsradikale an. Ein Kommentar.

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Obwohl die Alternative für Deutschland den Bundestag knapp verfehlte, feierte sie das Ergebnis wie einen Sieg. Zu Recht, wie sich nun zeigt: Die Aussichten für die Partei sind prächtig. So dürfte sie die 3-Prozent-Hürde, die bei der Europawahl im Mai gilt, überspringen – gerade weil EU-Skepsis ihr Kernthema ist.

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Leider gibt es für die etablierten Parteien kein Patentrezept gegen die Populisten. Die meisten ihrer Wähler stimmen nicht wegen des – kaum vorhandenen – Programms für sie, sondern aus Prinzip. Aus Protest dagegen, bei der Eurorettung keine Wahl zu haben. Aus einem Gefühl der Überforderung, das die ferne EU weckt. Aus Angst vor Abstieg und Machtverlust, die in der Mittelschicht grassiert, weil das wohlhabende Deutschland von angeblichen Bittstellern und Plünderern umgeben ist. Dass die AfD Vorrang für deutsche gegenüber europäischen Interessen fordert, passt dazu. Da tut es nichts zur Sache, dass der deutsche Wohlstand beweist, dass einheimische und europäische Interessen meist dieselben sind.

So ist der größte Feind der AfD derzeit die Partei selbst. Denn derlei Parolen ziehen rechtsradikale Sympathisanten an, die eine Partei für die meisten Deutschen unwählbar macht. Vor allem, wenn sich die Parolen letztlich als hohl erweisen.

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