Chaos und Gewalt im Stadion in Port Said.
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Chaos und Gewalt im Stadion in Port Said.
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Wie schon bei den Pogromen gegen die Kopten versuchen obskure Kräfte in Ägypten, Angst vor dem Chaos zu schaffen, um Rufe nach der starken Hand zu mehren. Die Gewalt im Stadion war nicht spontan.
Ägypten trauert – drei Tage lang, verordnet vom herrschenden Militärrat. Mindestens 74 Tote am Rande eines Fußballspiels! Dass es sich um Opfer eines spontanen Gewaltausbruchs handelt, glaubt in Ägypten niemand. In der Tat, vieles spricht dagegen. Der Fußball ist in Ägypten ein Politikum, nicht erst seit vorgestern, dem schwarzen Mittwoch.
Was Europa betrifft, ist längst klar: Der Fußball hat seine Unschuld verloren. Wirtschaft und Politik haben sich des runden Leders bemächtigt. Auf dem Pausenhof mag es noch ein Spiel sein; jenseits davon geht es um Geld und Macht, da werden Wetten manipuliert, Spieler für Millionen verhökert und Milliarden in Werbung und exklusive Senderechte investiert.
Das Spiel Fußball ersetzt oft das Brot
Da kein Massensport so viele Gemüter bewegt wie der Fußball, haben ihn auch die Politiker entdeckt. Berlusconi hat sich einst einen großen Fußballclub gekauft, den nationalen Schlachtruf „Forza Italia“ zum Namen seiner Partei gemacht und damit Wahlen gewonnen. Und wenn es Deutschland ins Finale einer Fußball-WM schafft, muss Angela Merkel selbstredend auf die Ehrentribüne, ob sie die Abseitsregeln nun kennt oder nicht.
Über 70 Tote im Fußballstadion
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Über 70 Tote im Fußballstadion
Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nach einem Fußballspiel in der ägyptischen Stadt Port Said sind am Mittwoch nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums über 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt. Das regierende Militär ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
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Linkspartei in der Krise
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Was für die reichen europäischen Gesellschaften gilt, trifft erst recht für die ärmeren Staaten zu, wo das Spiel oft genug das Brot ersetzt, und insbesondere gilt es in Diktaturen.
Der amerikanische Wissenschaftler James Dorsey, der heute am Nahost-Institut der Universität von Singapur lehrt, meint, dass der Fußball im arabischen Raum einer der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Bereiche sei, der sich den repressiven Regimen ebenso erfolgreich widersetzt habe wie die militanten Islamisten und ähnlich wie diese intensive Gefühle und Opferbereitschaft erzeuge.
Wohl deshalb hat das syrische Regime schon zu Beginn der Arabellion den Fußballbetrieb auf unbestimmte Zeit suspendiert.
Fußballclubs im Besitz der Militärs
In Ägypten, wo die Massen noch mehr in den Fußball vernarrt sind als in den anderen arabischen Ländern, befinden sich die besseren und deshalb einträglicheren Fußballclubs im Besitz der Militärs, der Polizei oder sogar einzelner Ministerien. Das mag auch ein Grund sein, weshalb weder Mubarak noch der Militärrat, der nach dessen Sturz die Macht übernahm, den Spielbetrieb stoppten.
Aus den Fan-Gemeinden, oft gewalterprobt wie in deutschen Landen auch, stammten viele jener jungen Revolutionäre, die vor einem Jahr auf dem Tahrir-Platz an vorderster Front gegen eine prügelnde Polizei kämpften oder die friedlichen Demonstranten abschirmten.
Besonders gilt dies für den Fanclub von Al Ahli – so meint jedenfalls Dorsey, der einen Blog über den Fußball im Nahen Osten führt.