Aktuell: Brexit | HIV und Aids | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

20. Januar 2009

Anne Will muss um ihre Reputation besorgt sein

Zu: "Die Toten und die Quoten", FR-Medien vom 13. Januar

Drucken per Mail

Dass man/frau darüber diskutieren kann, welches Thema in einer politischen Talksendung Priorität haben soll - in Ordnung. Auch dass gelegentlich kurzfristig ein geplantes Thema durch ein anderes ersetzt wird, gehört zum normalen redaktionellen Geschäft. Dass aber bei Anne Will eine geplante Sendung über den Gaza-Krieg, der viele Millionen Menschen in aller Welt beschäftigt und bedrückt, kurzfristig ersetzt wird durch eine Talkrunde zum Suizid des Unternehmers Merckle, weil laut NDR "dieses Sujet populärer" sei, ist nur noch beschämend. Damit hat die Anne-Will-Talkshow ihren Anspruch verloren, als politische Talkshow noch ernst genommen zu werden. Ich kann Zuschauer/-innen, die wenigstens minimale Ansprüche an das Niveau stellen, nur empfehlen, auf Will in Zukunft zu verzichten. Ben und

Ubbo Khumalo-Seegelken, Huntlosen

Die ARD-Programmverantwortlichen haben offenbar das Wesen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht begriffen. Denn sie sollen sich nicht der so genannten Quote verpflichtet fühlen, sondern der seriösen Information.

Angesichts der vom Gaza-Krieg ausgehenden Gefahr für die Weltpolitik ist nicht nachvollziehbar, dass Anne Will dieses Thema gestrichen hat und der vom Tod Merckles ausgelösten Diskussion um den Freitod den Vorzug gab. Wobei sich die Sendung vorrangig um die Sterbehilfe bewegte und damit ihr Thema verfehlte. Talkshows wie "Anne Will" verstehen sich offenbar zunehmend als Bestandteile des Entertainmentsektors. Heute schielt man auf die Quote und fragt nicht, mit welchen fragwürdigen Messmethoden sie zustande kommt. Oder man versucht, relevante Informationen auf eine Sendezeit von 1,5 Minuten zu verdichten mit der Begründung, die allgemeine Informationsflut mache das notwendig. Dabei übersieht man, dass die Menschen nicht an zu viel Information leiden, sondern an der Masse belangloser Nachrichten. Das Wichtige aber kommt zu kurz.

Anne Will muss aufpassen, dass sie nicht ihre journalistische Reputation verliert. Ähnlich wie Plasberg, der jedes Thema weichspült. Klaus Philipp Mertens, Frankfurt

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Donald Trump

Grand Old Party vor dem Ende

Von  |

Als wären sie von Sinnen, sind die Republikaner Trumps Parolen aufgesessen. Die Partei von Abraham Lincoln ist zum Wahlverein eines Populisten ersten Ranges verkommen. Der Leitartikel. Mehr...

Erdogan

Die Türkei produziert Flüchtlinge

Ein Land droht zu zersplittern: Eine Statue erinnert in Ankara an türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, während die demokratischen Werte in dem Land zunehmende zu verschwinden drohen.

Die Türkei ist kein Land mehr, das Flüchtlinge aufnimmt. Sie ist ein Land, das Flüchtlinge produziert. Wollen wir denen, die zu uns kommen, sagen, die Türkei sei ein sicheres Herkunftsland? Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung