Da ist zum einen die duale Ausbildung, jener offenbar erfolgreiche Mix aus betrieblicher und schulischer Ausbildung, der sich als Instrument gegen Jugendarbeitslosigkeit durchaus bewährt hat. Zum anderen die Tatsache, dass der Anteil jener, die hierzulande studieren, inzwischen auf 43 Prozent geklettert ist.
Wenn Fachministerin Annette Schavan (CDU) sich damit allerdings bestätigt sieht, ausreichend und richtig ins Bildungswesen investiert zu haben, lügt sie sich in die Tasche.
Wenn Berufsschüler nicht richtig lesen und schreiben können und zu viele Jugendliche in nebulösen Übergangsmaßnahmen geparkt werden, spricht das nicht für kluge Investitionen. Klug ist es, Maßnahmen, die ins Leere laufen, auszusortieren. Mit dem Technikum-Programm, das Schüler via Praktikum für technische Berufe begeistern sollte und bei geringer Ausbeute knapp vier Millionen Euro verschlang, hat sich Schavan zur notwendigen Trennung durchgerungen. Es sollte nicht die letzte sein.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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