Der Untergang von New Orleans war für die USA vor drei Jahren mehr als eine Naturkatastrophe. Das Land musste damals mit ansehen, wie Regierung und Behörden auf allen Ebenen versagten. Die Ärmsten und Schwächsten blieben in den Fluten zurück.
Der versprochene Wiederaufbau kam seither nur schleppend in Gang, ganze Viertel blieben verwüstet, noch immer gibt es "Katrina"-Flüchtlinge, nur wer Geld hatte, kam nach New Orleans zurück. Jetzt hält der Wirbelsturm "Gustav" auf die leidgeprüfte Stadt am Mississippi zu. Fast auf den Tag am dritten Jahrestag des "Katrina"-Desasters. Fast auf die Stunde, wenn George W. Bush auf dem Konvent der Republikaner den letzten großen Auftritt vor seiner Partei haben soll.
Natürlich kann man nur hoffen, dass der Hurrikan New Orleans verschont, dass die Deiche diesmal halten. Aber es ist eine bittere Ironie, wenn die Nation sich ausgerechnet jetzt wieder an "Big Easy" erinnert wird. Die Stadt war fast schon vergessen. Ein Schandmal ist sie noch immer.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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