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Kommentar: Am siebten Tag sollst du ruhen

Sonntage und Bücher gehören unbedingt zusammen. Wann hat man schon einmal so viel Zeit zum Schmökern! Aber müssen deshalb die öffentlichen Büchereien an Sonn- und Feiertagen ihre Türen öffnen? Von Frank Schuster

Frank Schuster arbeitet in der Regionalredaktion.
Frank Schuster arbeitet in der Regionalredaktion.
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Sonntage und Bücher gehören unbedingt zusammen. Wann hat man schon einmal so viel Zeit zum Schmökern! Aber müssen deshalb, wie es die Landesregierung will, auch gleich die öffentlichen Büchereien an Sonn- und Feiertagen ihre Türen öffnen?

In der Vergangenheit erlebten die Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft einen Aderlass ohnegleichen. Städte und Gemeinden müssen sparen, sie reduzierten Personal, ganze Stadtteilbibliotheken wurden geschlossen. Die Beschäftigten haben im Interesse der Kunden bereits eine erhebliche Flexibilisierung ihrer Arbeitszeiten auf sich genommen. Sie arbeiten abends und an Samstagen. Und nun sollen auch noch die Sonntage hinzu kommen - bei kaum zu erwartender Personalaufstockung.

Am siebten Tag sollst du ruhen, hieß es einmal. Doch die heutigen Sonntage sind laut, verplant und angefüllt. Es gibt verkaufsoffene, eventträchtige Sonntage und so genannte Mitternachtsshoppings in Hülle und Fülle. Müssen da die Bibliotheken mitziehen, in Zeiten, in denen sie ohnehin schon - auch sonntags - Onlineangebote liefern? Es wird Zeit, sich am Sonntag zu Hause hinzusetzen und in Ruhe ein Buch zu lesen.

Autor:  Frank Schuster
Datum:  11 | 9 | 2009
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