Der Dalai Lama kommt. Hunderte Plakate in der Stadt und in der Region künden schon seit Monaten davon. Ein Großereignis wird es werden. Vier Tage lang soll der Tibeter das WM-Stadion mit zehntausenden Anhängern, Bewunderern und schlichtweg Neugierigen füllen.
Seine Heiligkeit als spiritueller Popstar. Und als einer, der Sicherheit austrahlt. Ein Mahner für den Frieden und das Gute. So jemandem hört man in Zeiten, in denen sich schlechte Nachrichten von Krieg, Weltwirtschaftskrise und Stellenabbau nur so überschlagen, gerne zu. Balsam für wunde, westliche Seelen. Ein Mann, der die Massen anzieht? Das hoffen zumindest die Veranstalter, die rund 1,6 Millionen Euro für den Besuch aufbringen müssen. Das erklärt auch die teils saftigen Eintrittspreise von bis zu 240 Euro für eine Vier-Tages-Dauerkarte. Noch sind nicht alle Karten verkauft.
Mit dem charismatischen Buddhisten zeigt sich die Prominenz gerne. Ministerpräsident Roland Koch trifft den Dalai Lama, Wissenschaftler und Wirtschaftsbosse debattieren, Künstler spielen für ihn. Ein Deal für beide Seiten: Ein wenig von seinem Glanz färbt auf sie ab und der Tibeter sammelt Sympathien für sein Land.