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Kommentar: Bequemer mobil

Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Wer hat nicht schon fluchend am Parkscheinautomaten gestanden, weil das notwendige Kleingeld fehlte? Wer hat noch nicht die Bahn verpasst, weil nur ein 50-Euro-Schein im Portemonnaie zu finden war? Leuten, die häufig und unter Zeitdruck im Rhein-Main-Gebiet unterwegs sind, kann die Möglichkeit des Ticketkaufs per Mobiltelefon den Alltag sehr erleichtern. Deshalb ist es ein Fortschritt, dass die Regionalgesellschaft IVM oder auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Entwicklung des Handy-Ticketing vorantreiben.

Doch es gibt auch Zeitgenossen, die der modernen Kommunikationstechnik mit Skepsis begegnen. Die aus Prinzip Handys ablehnen oder bargeldloses Bezahlen meiden, weil sie um den Schutz ihrer Daten fürchten. Oder Menschen, die sich ein Mobiltelefon nicht leisten können. Deshalb dürfen die Parkschein-Automaten nicht abgebaut werden.

Auch für die Zukunft hat zu gelten: Neben dem Handy-Ticketing existiert der althergebrachte Weg: Kleingeld einwerfen und sich anonym einen Parkschein beziehungsweise eine Fahrkarte ziehen. Jeder Bürger muss auch künftig das Recht der freien Wahl behalten.

Autor:  Jutta Rippegather
Datum:  26 | 5 | 2009
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