Gott, was ein Glück! Wir bitten die Gläubigen aller Konfessionen, die Erwähnung des Wortes "Gott" an dieser Stelle auf keinen Fall misszuverstehen. Es war nur so eine Floskel.
Ein Glück also, was derzeit "auf Schalke" passiert. Erstens dürfen die Fans das Vereinslied weiter singen, inklusive der Zeile "Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht". Wir vermuten sogar, dass da auch Muslime mitsingen. Jedenfalls, solange weder ein vom Verfolgungswahn besessener Glaubensbruder noch ein Rechtsextremist in der Nähe ist, der Gelegenheit zur Volksverhetzung wittert.
Zweitens hat Herr Bülent Ucar, er ist so etwas wie ein Schalker Islamwissenschaftler, also multikulturell, wissenschaftlich belegt, dass es zu Mohammeds Zeiten keinen Fußball gab und der Prophet deshalb gar nichts davon verstehen konnte und man ihn also nicht beleidigen kann, wenn man das sagt (oder singt).
Ein Mittel gegen eskalierende Kulturkämpfe gäbe es: Die Schalke-Fans aller Religionen sollten beim Heimspiel gegen Bochum gemeinsam lachen, bis sie Bauchweh kriegen.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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