So böse also ist der Islam: Ein somalischer Muslim dringt in die Wohnung eines dänischen Karikaturisten ein, um den Zeichner einer Mohammed-Karikatur anzugreifen. Der Mann kommt gerade noch davon, der Übeltäter wird verhaftet, und wir sehen uns in der Meinung bestätigt, dass der Islam der Hort des Bösen ist.
Intolerant, latent gewalttätig, nachtragend. Wird nicht auch Salman Rushdie seit Jahren mit dem Tod bedroht, weil er angeblich - auf ungleich höherem künstlerischen Niveau als der dänische Zeichner - den Propheten und den Koran lästerte?
Doch nicht der Islam ist so, sondern es sind einige - zu viele - seiner Vertreter, die Hass und Intoleranz predigen. Die Attentäter hinausschicken, um dänische Zeichner oder nicht willfährige pakistanische Paschtunen zu töten. Vorgeblich im Namen Gottes.
Dabei könnten sie Gott nicht ferner sein mit ihrer Angst vor anderen Religionen, vor toleranten Weltbildern, vor dem Verlust der eigenen Macht, vor der anderen Meinung. Denn das haben die meisten Opfer in Anspruch genommen: eine andere, eine eigene Meinung. Das Recht aller Menschen.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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