Selbst in turbulenten Zeiten ist auf eines Verlass: Die Energiekonzerne zocken die Verbraucher ab. Sie scheffeln auf Kosten der kleinen Leute Milliardengewinne. Derlei Vorwürfe muten holzschnittartig an. Aber sie sind es nicht. Es hört sich nach dumpfen Vorurteilen an.
Aber es sind Fakten, wie sich am Gasmarkt zeigt, am sogenannten Gasmarkt. Wenn der Ölpreis steigt, steigt der Gaspreis. So haben es die Versorger erklärt.
Jetzt aber läuft es andersherum. Auf ein Drittel und weniger des Höchststandes ist der Ölpreis gefallen. Bei den Gaskunden kommt davon viel zu wenig an, weil die Versorger einen Großteil ihrer günstigeren Einkaufskonditionen nicht weiterreichen.
Man kann sich über das Abkassieren aufregen. Man darf es auch und sollte es sogar. Letztlich aber nützt die ewige Empörung nichts, wenn sie nicht zu politischen Konsequenzen führt. Wer das Schröpfen der Gaskunden beenden möchte, muss die Hürden für freie Anbieter abbauen, für mehr Pipelines in Nachbarländer sorgen und die Netze in unabhängige Hände geben.
Kurz: Er muss für Wettbewerb sorgen.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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