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26. September 2014

Kommentar: Die anderen Liberalen

 Von 
Sylvia Canel nahm noch im Juli als Vorsitzende der Hamburger FPD am Landesparteitag teil. Jetzt gründet sie gemeinsam mit Mitstreitern die "Neuen Liberale".  Foto: dpa

Warum nicht? Am Wochenende will sich in Hamburg aus allerlei Resten der FDP eine neue Partei gründen. Angeblich gibt es bundesweit ein immenses Interesse, ein kleines Grundsatzpapier ist geschrieben: „Neue Liberale“ soll das Kind heißen, sozial-liberal soll es sein, so wie es die FDP einmal war.

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Warum nicht? Am Wochenende will sich in Hamburg aus allerlei Resten der FDP eine neue Partei gründen. Angeblich gibt es bundesweit ein immenses Interesse, ein kleines Grundsatzpapier ist geschrieben: „Neue Liberale“ soll das Kind heißen, sozial-liberal soll es sein, so wie es die FDP einmal war, 1969 bis 1982, als sie als Junior der SPD in Bonn mitregierte.

Ja, warum nicht? Man kann es ja einmal versuchen. Parteigründungen sind sowieso gerade in Mode, die einen mit Erfolg (AfD), andere verschwinden gerade wieder von der Bildfläche (Piraten).

Man mag lächeln über den hanseatischen Versuch, längst verschüttete Traditionen der FDP wiederzubeleben und daraus eine neue Partei zu kneten. Die Idee wirkt so, als wollte man ein wenig die Zeit zurückdrehen. Aber die Alternative, dem Dauer-Wahlverlierer FDP neues Leben einzuhauchen, ist mindestens ebenso unwirklich.

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Im Februar 2015 wählen die Hanseaten eine neue Bürgerschaft. Sollten die Neuen antreten, wird es auch dort die letzten Reste der alten FDP aus dem Rathaus fegen. Die FDP, so wie sie sich zuletzt präsentierte, wird nicht mehr gebraucht. Sie stand für nichts mehr und hatte abgewirtschaftet. Deshalb flog sie aus dem Bundestag und reihenweise aus den Landtagen. Vielleicht ist Hamburg ja der Anfang einer neuen und anderen liberalen Partei.

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