Aktuell: Griechenland | Ironman Frankfurt | Frauen-Fußball-WM | Flucht und Zuwanderung | Regionale Startseite
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

26. Januar 2013

Kommentar: Drohnen unter politische Kontrolle

 Von 
Die "Predator"-Drohne wird vor allem von den USA eingesetzt. Aber auch die Bundesregierung spricht von dieser Drohne als möglichem Modell.  Foto: dpa

Drohnen könnten Kriege eskalieren lassen. Das ist aber kein Grund für die Bundeswehr, auf diese Waffen zu verzichten.

Drucken per Mail

Drohnen könnten Kriege eskalieren lassen. Das ist aber kein Grund für die Bundeswehr, auf diese Waffen zu verzichten.

Die Bundeswehr möchte in absehbarer Zeit bewaffnete Drohnen anschaffen, so viel ist den ungewohnt kryptischen Bemerkungen aus dem Hause von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) nun zu entnehmen.

Der Einsatz unbemannter Kampfflugzeuge löst ungute Gefühle aus. Manche fürchten eine weitere Eskalation des Krieges, weil die Piloten Tausende Kilometer entfernt vom Geschehen sitzen können und der Einsatz somit zu einer Art Videospiel verkommen könnte. Diese Gefahr ist nicht völlig von der Hand zu weisen, allerdings befinden sich heutige Jetpiloten oft zehn Kilometer über dem Kampfgebiet und bekommen „ihr“ Ziel oft nicht zu Gesicht. Ähnlich geht es Artillerieschützen, die Ziele in 50 Kilometer Entfernung beschießen.

Ihren zweifelhaften Ruf haben sich die Drohnen erworben, weil das US-Militär die unbemannten Maschinen einsetzt, um in abgelegenen Regionen in Jemen, Pakistan und wohl auch in Mali mutmaßliche Terroristen zu töten. Abseits des Völkerrechts und jenseits der öffentlichen Kontrolle.

Sollte die Bundeswehr eigene Drohnen erhalten, muss die Politik klare Vorkehrungen treffen, die solche rechtswidrigen Einsätze klipp und klar ausschließen. Die Sorge vor solchem Missbrauch allein rechtfertigt allerdings nicht, komplett auf dieses Waffensystem zu verzichten. Denn es kann das Leben deutscher Soldaten schützen.

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Energiewende

Stütze für Konzerne

Von  |
Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen eines Braunkohlekraftwerkes in Brandenburg auf.

Die Bundesregierung subventioniert veraltete Kohlekraftwerke und damit Firmen, die die Energiewende verschlafen haben. Sie sollte lieber neue Technologien fördern. Ein Leitartikel. Mehr...

Fremdenhass in Sachsen

Stanislaw Tillich muss Position beziehen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).

Fremdenhass herunterspielen und auf Investoren aus aller Welt hoffen – beides geht nicht. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) muss sich entscheiden und Farbe bekennen. Der Leitartikel. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Liebe. Nichts für Feiglinge.

 

Sie überwältigt, beglückt, fordert, treibt an. Ist Drama und Komödie, Sehnen und Verzweiflung. Liebe ist eine scharfe Waffe, für die Wirtschaft ein Riesengeschäft, für Politik und Religion ein Instrument, das mit Kalkül eingesetzt wird.

Wir finden Worte für die Liebe - im Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau im Mai und Juni.

Hinweis: Unser Vertrieb bietet dazu ein vergünstigtes sechswöchiges Digital-Abo für das ePaper sowie unsere iPad- und Android-App an.

Liebesgrüße: Wenn Sie unseren Schwerpunkt lieben, verschicken Sie doch mal Liebesgrüße.

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung