Die Bundeswehr möchte in absehbarer Zeit bewaffnete Drohnen anschaffen, so viel ist den ungewohnt kryptischen Bemerkungen aus dem Hause von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) nun zu entnehmen.
Der Einsatz unbemannter Kampfflugzeuge löst ungute Gefühle aus. Manche fürchten eine weitere Eskalation des Krieges, weil die Piloten Tausende Kilometer entfernt vom Geschehen sitzen können und der Einsatz somit zu einer Art Videospiel verkommen könnte. Diese Gefahr ist nicht völlig von der Hand zu weisen, allerdings befinden sich heutige Jetpiloten oft zehn Kilometer über dem Kampfgebiet und bekommen „ihr“ Ziel oft nicht zu Gesicht. Ähnlich geht es Artillerieschützen, die Ziele in 50 Kilometer Entfernung beschießen.
Die Bundeswehr setzt schon lange Drohnen ein, wie hier auf dem Bild die Version "Aladin" in Afghanistan. Diese Drohne hilft bei der Erkundung einer Region.
Foto: dapdIhren zweifelhaften Ruf haben sich die Drohnen erworben, weil das US-Militär die unbemannten Maschinen einsetzt, um in abgelegenen Regionen in Jemen, Pakistan und wohl auch in Mali mutmaßliche Terroristen zu töten. Abseits des Völkerrechts und jenseits der öffentlichen Kontrolle.
Sollte die Bundeswehr eigene Drohnen erhalten, muss die Politik klare Vorkehrungen treffen, die solche rechtswidrigen Einsätze klipp und klar ausschließen. Die Sorge vor solchem Missbrauch allein rechtfertigt allerdings nicht, komplett auf dieses Waffensystem zu verzichten. Denn es kann das Leben deutscher Soldaten schützen.
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