Honduras ist eines der Länder, derentwegen der Begriff Bananenrepublik geprägt wurde; vor einem halben Jahrhundert beherrschten de facto Bananenkonzerne aus den USA das Land. Durch die ökonomischen Folgen des Juni-Putsches gegen den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya verliert Honduras täglich 50 Millionen Dollar, 70 Prozent der honduranischen Exporte gehen in die USA. Die Vereinigten Staaten sehen Honduras nach wie vor als Teil ihres Vorhofs.
Früher intervenierten die USA in Mittelamerika, indem sie Militärdiktaturen stützten. Heute betreiben sie mit ökonomischem Druck unterfütterte Diplomatie gegen rechte Umstürzler und sorgen sich um demokratische Verhältnisse in ihrem Vorhof.
Noch hat es die Organisation Amerikanischer Staaten nicht allein geschafft, einen Coup d´Etat in ihrem Einflussgebiet rückgängig zu machen, doch ohne die Hilfe des Länderverbunds hätten die USA sich schwerergetan. Ein Gutes hat die gemeinsame Intervention fremder Mächte: Putschisten wissen nun, dass sie mit Druck von außen rechnen müssen.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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