Hartnäckigkeit zahlt sich aus, obwohl sich der US-Vermittler George Mitchell fürs Erste mit kleiner Münze zufriedengeben muss. Ein Durchbruch im Friedensprozess sind Annäherungsgespräche zwischen Israelis und Palästinensern zwar nicht. Eher ein trickreicher Versuch, sich aus der verfahrenen Lage zu winden. Aber wenn das klappt, ist einiges gewonnen, denn Stillstand im Nahost-Konflikt war noch immer eine Voraussetzung für abrupte Gewaltausbrüche.
Es könnte durchaus ein Gewinn sein, dass Mitchell demnächst nicht nur den Mittler, sondern auch den Schiedsrichter spielen muss. Falls es in den indirekten Verhandlungen nicht vorangeht, will Washington die Verantwortlichen dafür nennen.
Trotzdem soll man sich nichts vormachen. Soweit auseinander wie zur Zeit waren Israelis und Palästinenser seit langem nicht mehr. Nach Jahrzehnte währendem Friedensprozess fangen beide auf ähnliche Weise wieder an wie 1991 in Madrid: Man meidet sich, statt Klartext miteinander zu reden. Bis zu einer Zwei-Staaten-Lösung wird man so schwerlich kommen.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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