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23. August 2012

Kommentar: Einblick ins Krebsregister

 Von Anne Brüning

Es tut sich etwas im Kampf gegen den Krebs. Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Register.

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Endlich bewegt sich etwas im Kampf gegen den Krebs. Der jetzt im Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf, der alle Krankenhäuser dazu verpflichtet, klinische Krebsregister einzurichten, ist längst überfällig. Denn er sieht vor, alle wichtigen Daten zu erfassen, die im Laufe einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung anfallen. Bislang existieren solche Sammlungen nur in wenigen Bundesländern.

Das Ganze klingt nach lästiger Formular-Ausfüllerei in der Klinik, ist aber wichtig. Denn es hilft den Fachgesellschaften zu überprüfen, ob ihre Goldstandards für die Behandlung, die Leitlinien, wirklich goldrichtig sind. Natürlich profitieren auch die Krebspatienten, die so sicherer sein können, die beste Behandlung zu bekommen. Dazu gehört auch, ihnen unnötige Prozeduren zu ersparen. Bei Brustkrebs-OP etwa haben Ärzte lange Zeit alle Lymphknoten in der Achsel entfernt. Bereits vorhandene klinische Register zeigten, dass das gar nicht nötig ist.

Das Gesetz könnte auch dazu beitragen, das Wirken der Ärzte im Blick zu behalten. Register werden aufdecken, wo man sich nicht an die Leitlinien hält. Und sie werden ans Licht bringen, welche Kliniken mit Erfolg behandeln. Damit das auch alle Patienten erfahren, müssen die Daten öffentlich gemacht werden. Ob das so sein wird, ist noch offen. Es kommt also auf die Umsetzung an.

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