Aktuell: Fußball-EM 2016 | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

23. August 2012

Kommentar: Einblick ins Krebsregister

 Von Anne Brüning

Es tut sich etwas im Kampf gegen den Krebs. Die Bundesregierung will ein verpflichtendes Register.

Drucken per Mail

Endlich bewegt sich etwas im Kampf gegen den Krebs. Der jetzt im Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf, der alle Krankenhäuser dazu verpflichtet, klinische Krebsregister einzurichten, ist längst überfällig. Denn er sieht vor, alle wichtigen Daten zu erfassen, die im Laufe einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung anfallen. Bislang existieren solche Sammlungen nur in wenigen Bundesländern.

Das Ganze klingt nach lästiger Formular-Ausfüllerei in der Klinik, ist aber wichtig. Denn es hilft den Fachgesellschaften zu überprüfen, ob ihre Goldstandards für die Behandlung, die Leitlinien, wirklich goldrichtig sind. Natürlich profitieren auch die Krebspatienten, die so sicherer sein können, die beste Behandlung zu bekommen. Dazu gehört auch, ihnen unnötige Prozeduren zu ersparen. Bei Brustkrebs-OP etwa haben Ärzte lange Zeit alle Lymphknoten in der Achsel entfernt. Bereits vorhandene klinische Register zeigten, dass das gar nicht nötig ist.

Das Gesetz könnte auch dazu beitragen, das Wirken der Ärzte im Blick zu behalten. Register werden aufdecken, wo man sich nicht an die Leitlinien hält. Und sie werden ans Licht bringen, welche Kliniken mit Erfolg behandeln. Damit das auch alle Patienten erfahren, müssen die Daten öffentlich gemacht werden. Ob das so sein wird, ist noch offen. Es kommt also auf die Umsetzung an.

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Atomwaffen

Worte der Hoffnung

Von  |
Obama: „Aber wir müssen auch den Mut haben, der Logik der Angst zu entkommen und eine Welt anstreben ohne Atomwaffen.“

Barack Obama spricht erneut von einer Welt ohne Atomwaffen. Er weckt damit Erwartungen, die er selbst nicht erfüllen kann. Doch sein Traum könnte ein Ziel für die Menschheit sein. Mehr...

Israel

Netanjahu auf Kollisionskurs

Benjamin Netanjahu hat sich mit latent antidemokratischen Kräften verbündet, die er kaum kontrollieren kann.

Israels Regierungschef hat sich mit latent antidemokratischen Kräften verbündet, die er kaum kontrollieren kann. Schlechte Aussichten für einen Siedlungsstopp.  Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung