Die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie ist eines der übelsten Verbrechen. Weil sich darin, bis auf die Konsumenten und die Kriminellen, die an ihnen verdienen, alle einig sind, ist das Thema so medienwirksam. Ministerin Ursula von der Leyen weiß das und erweckt den Eindruck: Die tut was. Sie will die Telekoms, Vodafones und Alices verpflichten, den Zugang zu kinderpornografischem Material zu sperren.
Damit aber sind die Webseiten nicht weg, sie sind nur nicht mehr so leicht zugänglich. Wer sie sucht, findet sie nach wie vor. Zwar liegen sie meist im Ausland, von der Leyen kann nicht direkt gegen sie vorgehen. Die meisten aber werden in der EU und in den USA gehostet, in Ländern also, in denen Kinderpornografie verboten ist und die mit den deutschen Behörden zusammenarbeiten.
Das Bundeskriminalamt soll jetzt Listen von Kinderporno-Seiten zusammenstellen, damit die Provider den Zugang sperren. Viel wichtiger ist aber, dass das BKA mit diesen Informationen zu den Betreibern der Server geht, auch im Ausland, damit diese die Seiten ganz abschalten.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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