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Kommentar: Führerschein für Hunde

Knapp acht Jahre ist es her, dass der kleine Volkan aus Hamburg totgebissen wurde. Noch immer fuhrwerkt die hessische Landesregierung an einer Hundeverordnung herum. Von Jutta Rippegather

Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Knapp acht Jahre ist es her, dass der kleine Volkan aus Hamburg totgebissen wurde. Noch immer fuhrwerkt die hessische Landesregierung an einer Hundeverordnung herum. Auch die überarbeitete neue Fassung weist erhebliche Mängel auf. Rottweiler werden als gefährlich eingestuft - allerdings nur jene, die nach dem Jahreswechsel neu angeschafft werden. Das ist absurd und juristisch anfechtbar.

Die Rasseliste ist das falsche Instrument, um die Bevölkerung wirksam zu schützen. Es gibt harmlose Pitbulls, bissige Boxer oder Dackel. Das weiß jeder, der auf der Straße die Augen offen hält. Nicht das Tier ist der Grund für Aggressionen, sondern der Mensch. Wer seinen Vierbeiner nicht kontrollieren kann, gefährdet seine Umgebung.

Die Konsequenz: Jeder Halter absolviert samt Hund einen Kurs, an dessen Ende eine Prüfung steht. Selbst erfahrene Tierfreunde können immer noch etwas über Wesen und Erziehung hinzu lernen. Dem Vierbeiner wird Unterordnung und Sozialverhalten gegenüber seinen Artgenossen vermittelt. Das wäre der richtige Weg. Nicht eine zum x-ten Mal korrigierte Verordnung. Und: Das Innenministerium muss endlich die Beißstatistik rausrücken.

Autor:  JUTTA RIPPEGATHER
Datum:  27 | 1 | 2009
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